Privates Traden durch neues Steuergesetz in Zunkunft kaum noch möglich?

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#149: 22.04.2021 19:49 azaranjao
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@JHerle (#147)

ich erwecke überhaupt nicht den anschein, den du unterstellst. da steht bei mir: das macht die sache einfacher. dem ist so. da gibt es tausende von beispielen, auch und gerade im steuerrecht. da kannste 2000 juristen in der familie haben.
#148: 22.04.2021 19:43 tomtoom
Völlig richtig. FG-Urteile und BFH-Urteile sind Einzelfall-Urteile. Es gibt viele Nichtanwendungserlasse von Ländern und BMF an die eigenen FÄ, bestimmte Urteile nicht zur Meinungsbildung heranzuziehen. Die FÄ sind weisungsgebunden.

Das Ziel ist aber, dass die Bindingsteuer gem. Art. 100 GG zurück ans BVerfG geht und dann MÜSSEN die prüfen. Und wenn das BVerfG die Bindingsteuer für nichtig erklärt, ist der Ofen aus.
#147: 21.04.2021 22:12 JHerle
@azaranjao (#146)

In meiner Familie sind 2 Juristen, das will ich mal voranschicken.

Und dann: Ich verstehe schon was du meinst.

Du erweckst hier aber den Anschein ,es würde reichen wenn 1 Steuerbürger gewinnt und dann würden Alle anderen
sich auf das Urteil berufen können.

Das ist im Zivilrecht, ich sage es nochmals OKAY, vor den Finanzgerichten interessiert das deine Finanzgerichtsbarkeit
u.U. gar nicht. Dazu gibt es Dutzende von Beispielen. Gerade wenn es um größere Beträge geht
finden FG oftmals ganz seltsame Begründungen warum ausgerechnet Dein Einspruch ! bzw Deine Steuererklärung z.B. noch andere Fehler aufweist (das ist nur 1 Bsp.) und deshalb generell Dein Einspruch zu verwerfen ist.

Passt Deinem zuständigen Finanzgericht das Urteil vom FG XYZ einfach nicht wird es Deinen Einspruch abweisen.

Bitte habt das Alle zumindste im Hinterkopg , es geht mir nicht ums Recht haben sondern um Schaden zu vermeiden.

Ich kenn z.B. einen Fall, bei dem einem Gewerbetreibenden, der noch nie einen Gewinn ausgewiesen hat !
ein Gewerbesteuerbescheid von 1.000.000 ins Haus geflattert ist. !!

Das löst sich natürlich irgendwann mit der Zeit auf, aber solange hat man im ungünstigen Fall den Kuckuck überall kleben.
Die Million muss ja eingetrieben werden....

Und hinterher wenn Alles doch "nur ein dummer Eingabefehler war" wollte es niemand im Amt sein.

DAS IST KEIN WITZ UND NICHT ERFUNDEN.

Ist hier natürlich die Stadt und nicht das FA, aber der Fall lässt sich übertragen.

Deshalb mein einziger Rat: Legt euch nicht mit den FA und schon gar nicht über das FG an, das ist keine gute Idee.

Wer es unbedingt machen möchte, bitte , aber sagt nicht ich hätte nicht gewarnt.

Euch Allen einen schönen Abend
#146: 21.04.2021 21:01 azaranjao
@JHerle (#144)

da ist gar nichts falsch, du verstehst es nur nicht. es geht darum, vor gericht recht zu bekommen, nicht das gesetz zu kippen. es ist auch vor finanzgerichten üblich, sich bei klagen auf schon bestehende urteile und die dortige arguementation zu stützen. das erhöht die chancen der eigenen klage deutlich.
#145: 21.04.2021 19:26 tomtoom
Die Bindingsteuer muss für verfassungswidrig erklärt werden, siehe Mietendeckel. Daher brauchts Einspruch, Sprungklage zum Finanzgericht, Vorlage vom FG beim BVerfG und Entscheidung.
#144: 21.04.2021 16:13 JHerle
@azaranjao (#141)

ACHTUNG: Bevor sich dieser Post hier rumspricht, das ist juristisch NICHT KORREKT.

JEDER Einzelne muss jetzt seinen Prozess gewinnen, wir sind hier nicht
im Zivilrecht !! vor Amts oder Langerichten.

OBACHT !
#143: 19.04.2021 22:34 aridistan
@JHerle (#140)
Ja, leider traurige Wahrheit. Habe bisher keinen Steuerberater getroffen der mir hier eine glasklare Antwort geben konnte. Es ist schlichtweg nix genaues raus, ausser die 20T. Thema Zertifikate komplett aussen vor.
#142: 19.04.2021 21:27 freddelacote
@azaranjao (#141)
... das ist leider etwas zu einfach gedacht ;-)
#141: 19.04.2021 14:57 azaranjao
ein trader muss sich finden, der gegen seinen steuerbescheid widerspruch einlegt und klagt. gewinnt der den prozess, können sich alle anderen in ihrer klageschrift auf das urteil berufen, das macht die sache wesentlich einfacher.
#140: 19.04.2021 14:17 JHerle
@aridistan (#138)
Ich bin kein Steuerberater, kann Dir also zu Deinem eventuellen Verlustvortrag nichts sagen.

Vielleicht würde ich bei - 20T erst einmal für dieses Jahr aufhören bis über eine eventuelle Klage
entschieden ist aber dazu muss das Gericht die erst einmal annehmen.

Ein Schelm wer sich Böses dabei denkt..
Meine persönliche Meinung: "Die da oben" werden nicht locker lassen bei 480 Milliarden
die angeblich in der Kasse fehlen, das können die gar nicht, die brauchen jeden Cent vom Bürger.

Und wenn es ungesetzlich ist , ändern sie einfach die Gesetze, was gestern ungesetzlich ist kann morgen gesetzlich
sein, sehen wir gerade bei der Corona Debatte (ist etwas weit hergeholt, aber in die Richtung geht es)

Ganz sicher wird sich kein Vollstreckungsbeamter Deines FA auf irgendetwas einlassen was in Zukunft "eventuell "
sich zu Deinen Gunsten ändern kann, das ist fakt. Muss man im Hinterkopf wissen.
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