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06.02.2019
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EURUSD Analyse: USA und Russland auf Konfrontationskurs

Nach der Unterzeichnung eines Übergangshaushalts durch Donald Trump, beschäftigte sich der US-Präsident mit der Aufkündigung des Abrüstungsvertrages INF. Die Spannungen zwischen den USA und Russland scheinen damit aktuell auf einem Höhepunkt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die USA mit Embargos oder Sanktionen weiter versuchen werden, Russland unter Druck zu setzen. Dies könnte im Umkehrschluss auch Spannungen auf den US-Dollar übertragen.

In Europa ist das beherrschende Thema weiterhin das Brexit-Chaos in Großbritannien. Trotz der Weigerungshaltung der EU zu Nachverhandlungen, stimme das britische Unterhaus eben für jene Nachverhandlungen. Ein ungeregelter Brexit scheint damit immer näher zu rücken.

Nun aber zu unserer Technischen Analyse:

Unterschrift

Rückblick (30.01.2019 – 05.02.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1435 und damit gut 50 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR setzte bis zum späten Mittwochnachmittag zunächst etwas zurück, konnte sich aber im Bereich der 1,1405 stabilisieren und dann in einer dynamischen Impulsbewegung an die 1,1500 laufen. Es gab am Donnerstagmorgen zwar Versuche, dieses Level zu überwinden und sich darüber festzusetzen, was aber nicht gelang. Im Nachgang dessen ging es wieder etwas zurück. Der EUR konnte sich zwar über der 1,1430 stabilisieren, aber nicht wirklich erholen. Es ging am Freitag in einer engeren Box seitwärts. Der EUR schaffte es aber, einen Wochenschluss über der 1,1450 zu formatieren. Zu Wochenbeginn ging es dann in kleineren Impulsen sukzessive abwärts. Der EUR lief bis in den Bereich der 1,1400 und konnte sich hier wieder leicht nach Norden abstoßen, gab aber im Rahmen des Frühhandels zu Mittwoch unter die 1,1400 nach.

Die Range war mit 109 Pips wieder sehr klein. In den vergangenen Handelswochen war die Range immer verhältnismäßig klein. Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag über der 1,1500 als auch über dem Level der Vorperiode. Der EUR konnte sich in den letzten 5 Handelstagen auch über der 1,1400 halten. Damit lag das Tief im Betrachtungszeitraum deutlich über dem Level der Vorperiode.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1501/03 weiter bis an die 1,1511/13 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde minimal überschritten, das Setup hat damit sehr gut gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1421/19 unter unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1409/07.

Wochenhoch*: 1,1514 Vorwoche 1,1450
Wochentief*: 1,1400 Vorwoche 1,1290
Wochenschluss: 1,1454 Vorwoche 1,1405
Wochen-Range*: 114 Pips Vorwoche 160 Pips

Wie könnte es weitergehen?

EUR/USD-WS: 1,1402/59/79.....1,1503/31/30/48/62/72.....1,1602/58.....1,1706
EUR/USD-US: 1,1378/29/02.....1,1288/58/20/11......1,1178/26.....1,1088/27

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
Tagesschlusskurs-Marken 1,1533 und 1,1305
Intraday-Marken: 1,1479 und 1,1378
Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

EURUSD Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Aktuell hat sich das Chartbild eingetrübt. Der EUR ist unter die EMA20 gefallen und hat sich auch darunter etabliert. Er ist in der Aufwärtsbewegung über die 1,1500 gekommen, hat aber nicht die OK des AWK erreicht. Er ist knapp unter dieser Linie geblieben. Der laufende Rücksetzer geht auch unter der EMA50/200. Sollte sich der EUR darunter etablieren, wären die 1,1360 und dann die 1,1330/00 die nächsten denkbaren Anlaufmarken. Der Bereich bei 1,1330/00 war in der Vergangenheit immer wieder eine belastbare Unterstützung. Hält dieser aber nicht, so könnten sich übergeordnet größere Rücksetzer einstellen, die bis an die 1,1220 gehen könnten.

Sollte der EUR wieder über die 1,1435/40 (auf Tagesschlussbasis) kommen, so hätte er dann wieder die Perspektive an die 1,1500/10 zu laufen. Bei einer dynamischen Impulsbewegung an die OK des Keils könnte es auch bis an die 1,1525/30 gehen.

Fazit: Der EUR hat sich in den letzten Handelswochen übergeordnet seitwärts bewegt. Denkbar ist, dass es in absehbarer Zeit einen Richtungsentscheid gibt. Das bedeutet, dass der EUR entweder nach oben ausbricht und wieder in den Bereich der 1,1650/1,1700 läuft oder deutlich in Richtung der 1,1000/1,0950 nachgibt. Diese Anlaufziele wären die übergeordneten Marken, die mittelfristig erreicht werden könnten.

Rahmenbedingungen:

Der EUR stand in den letzten Handelstagen insbesondere unter dem Eindruck, dass die Handelsgespräche der USA mit China "auf einem sehr guten Wege" sind, so die Aussagen des US Präsidenten. Das hat dem Dollar geholfen, aber auch den Aktienmärkten. Was wirklich dabei rauskommt, bleibt abzuwarten. Der Dollar profitiert nach wie vor von den guten US Konjunkturdaten. Vor allem die US Arbeitsmarktdaten am Freitag waren robust. Im Gegensatz dazu waren die europäischen Konjunkturdaten eher gemischt. Am Mittwoch wird das US BIP für das 4. Quartal veröffentlicht. Sollte das auch stark ausfallen, dürfte der US Dollar weiter profitieren.

Der EUR leidet auch unter dem nach wie vor ungelösten Brexit. Es sind nur noch 8 Wochen bis zum Austrittstermin und alles ist nach wie vor offen. Die Premierministerin hat deutlich gemacht, dass Sie den Termin nicht verschieben will. Auf der anderen Seite ist nach wie vor die Frage der Grenze in Irland ungelöst. Sollte es hier keine Lösung geben, werden die Außengrenzen der EU ab dem 30.03. an der irischen Grenze liegen. Denkbar ist, dass sich hier dann ein größerer Dissens zwischen den Iren und der EU entwickelt.

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1390 zu halten und zu stabilisieren. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, die 1,1403/07, die 1,1419/21 und dann die 1,1428/30 anzulaufen. Denkbar ist, dass er im Bereich der 1,1419/30 Probleme haben könnte weiter zu kommen. Im Rahmen eines dynamischen Aufwärtsimpuls könnte er aber direkt weiter an die 1,1442/44 bzw. an die 1,1449/51 laufen. Kann er sich über die 1,1449/51 schieben, so könnte er dann unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1460/62, bei 1,1472/74, bei 1,1482/84, bei 1,1492/1,1494, bzw. bei 1,1501/03 erreichen. Über der 1,1501/03 könnte der EUR dann unsere nächsten möglichen Anlaufmarken erreichen, die bei 1,1511/13 und dann bei 1,1522/24 zu finden wären.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1390 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1381/79 bzw. an die 1,1370/65 und dann an die 1,1365/63 bringen. Im Bereich der 1,1365/63 bestehen vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Rutscht der EUR unter die 1,1365/63, so könnte er dann unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1355/53, bei 1,1342/40 und dann bei 1,1330/28 anlaufen. Kann sich der EUR bei 1,330/28 nicht stabilisieren, so könnte er dann die 1,1319/17, die 1,1310/08 bzw. die 1,1302/00 erreichen. Im Bereich der 1,1310/00 hat der EURUSD gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, so wären dann ein Erreichen unserer nächsten Anlaufmarken denkbar, die bei 1,1290/88, bei 1,1276/74, bei 1,1266/64, bei 1,1252/50, bei 1,1242/40, bei 1,1228/26 bzw. 1,1220/18 zu finden wären.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

• 07.02.2019: USA – Rede FED-Vorsitzender Powell
• 12.02.2019: USA – JOLTS Stellenangebote
• 13.02.2019: USA – Verbraucherpreiskernrate

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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!
Unterschrift
Ihr Jens Chrzanowski
Admiral Markets Group AS, Member of the Management Board, Co-CEO

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄ Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 83 Prozent der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person nicht im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten nicht an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Es besteht kein Interessenskonflikt.

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