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im www. aufgeschnappt - teil 2

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#2980: 19.03.2017 22:11 kante
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#2979: 19.03.2017 19:16 Moustique

Stimmt, Frau Merkel hat viel undurchdachten und emotionalen "Mist" fabriziert, hat auch uns und die EU durch die Türkei erpressbar gemacht.
ABER:
Doch mit Rot-rot-grün -und Trump und Putin - und Schulz` Europaeuphorie ohne einen einzigen konkreten Plan, dazu latente "Flüchtlingsgefahr". das würde noch viel schlimmer.
Ich möchte nicht von einem linken Populisten regiert werden.
Dem glaube ich gar nichts! Und wer sich 100% dahinterstellt wie die weiterhin völlig planlose SPD - nein, dann lieber zähneknirschend Frau Merkel weiter - aber mit einer über 10% AfD im Parlament...
#2979: 19.03.2017 19:16 Moustique
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@boersenbaerchen (#2977)

was hat Merkel versprochen?
Irgendetwas umgesetzt? euro kaputt, Energiewende nix, Nahostpolitik Chaos, Europa Chaos, ital. Banken werden durch den Staat/ Draghi gestützt

kann also nur besser werden

in diesem Sinne

noch einen schönen Abend :-)
#2978: 19.03.2017 18:05 Polaris
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@boersenbaerchen (#2977)

.
http://dieweltpresse.de/martin-schulz-von-papst-heilig-gesprochen/
.
Er hat eben mächtige Unterstützer ... ;)
#2977: 19.03.2017 16:28 boersenbaerchen
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http://www.heute.de/martin-schulz-zu-spd-chef-und-kanzlerkandidat-gewaehlt-46791932.html
SPD steht zu 100 Prozent hinter Martin Schulz

Respekt? Vor soviel Kasperle-Theater?

"Ein außerordentlicher Parteitag wählt Martin Schulz mit 100 Prozent der gültigen Stimmen zum neuen SPD-Chef und Kanzlerkandidaten. Viel Neues kündigt Schulz in seiner Rede nicht an, dafür gibt er den Genossen den Glauben an sich selbst zurück. Am Ende kommt es gar zum Äußersten: Zu einem Lob der Juso-Chefin. . ."
"Er sagt, was er denkt. Er begeistert. Und: er ist hier." So beginnt die SPD die Krönungsmesse für den neuen SPD-Vorsitzenden. Mit einem Imagefilm zugeschnitten auf Martin Schulz schwören sich die Genossen auf den Bundestagswahlkampf ein. Mehr als 3.000 Delegierte und Gäste sind in die Arena in Berlin gekommen. Sie jubeln, sie machen Selfies und sie strecken Schilder in die Luft: "London, New York, Würselen." Humor haben sie ja, die Genossen...."

Soviel Zustimmung - hat die Erich Honecker jemals bekommen? :laugh:

Nun steht neben rechten Populisten ein linker Populist - ohne Programm mit hohlen Versprechungen - zur Wahl im September an..
Arme SPD, wenn sie nix anderes als den "Mister Europa" anbietet. Wir sehen ja am Zustand Europas, über welche Führungsqualität der Herr verfügt.
Würde unter ihm als Bundeskanzler auch "weniger Abiturienten" zum Ziel erhoben - es geht doch auch ohne prima...
Und er ist noch stolz darauf... :rolleyes:
#2976: 05.03.2017 13:45 Moustique
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daß unsere Demokratie kaputtgemacht wird, wußte Merkel schon 2005

Merkel: "Kein Rechtsanspruch auf Demokratie auf alle Ewigkeit"
Ein bedenklicher Satz der heutigen Bundeskanzlerin am 16.06.2005
01.12.2007 22:48:06 eingesandt von solarkritik für OnlineZeitung 24.de

www.angela-merkel.de
www.angela-merkel.de
Wenn man sich anschaut, wer sich in der Vergangenheit wegen angeblicher Thesen und Behauptungen (Stichwort: Eva Herman) verantworten musste, dann ist sehr sonderbar, dass Frau Dr. Angela Merkel bis heute diesen Satz vom 16.06.2005 noch nicht einmal erläutern mußte. Denn in Ihrer Rede am 16.06.2005 zum 60-jährigen Bestehen der CDU - zu diesem Zeitpunkt war sie noch keine Bundeskanzlerin - hat sie folgende Aussage getätigt:

"Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit."

Der Satz findet sich in diesem Redeskript auf Seite 3, drittletzter Abschnitt.

"Politik ohne Angst, Politik mit Mut - das ist heute erneut gefragt. Dann wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen. Auch da sind wieder Widerstände zu überwinden."
#2975: 05.03.2017 10:15 taltrader
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@taltrader (#2974)

So läuft der Hase:

Niedergang der Demokratie

Warum Populismus nicht die Ursache ist

Den Erfolg von Trump und Co. auf Populismus zu reduzieren ist zu kurz gedacht - der ist nur Symptom einer globalen Krise. Die Ursache für den autoritären Aufschwung liegt in den liberalen Demokratien selbst.

Ein Essay von Johannes Thumfart?

Mauern fallen, Diktatoren stürzen, in freien Wahlen triumphieren demokratische Parteien. Die Demokratie verbreitete sich in den drei Dekaden zwischen 1974 und 2007 wie ein Lauffeuer um den Globus. Das mit dem Zusammenbruch des Ostblocks in den Neunzigern von Francis Fukuyama ausgerufene "Ende der Geschichte" wirkte zum Greifen nah.

Nun hat aber die Geschichte - ähnlich wie Konjunkturzyklen - nicht die Angewohnheit, linear zu verlaufen oder gar: zu enden. Wenn man dem einflussreichen konservativen Stanford-Soziologen ?Larry Diamond glauben will, dann befinden wir uns mitten in einer "?Demokratie-Rezession". Seit etwa zehn Jahren zeichnet sich, so Diamond, eine globale Trendwende in Sachen Demokratie ab. Die von Diamond ausgewerteten Daten zu Bürgerrechten, Wahlprozessen, zivilgesellschaftlichem Engagement und Korruption zeigen weltweit autoritäre Tendenzen. Ob in der Türkei, in Mexiko, in Thailand, in der Ukraine, auf den Philippinen, in Polen, Ungarn und auch in den USA: Die Demokratie ist auf dem Rückzug.

Die These der globalen Demokratie-Rezession ist vor allem ein gutes Gegengewicht zur hysterischen Gefühligkeit der Populismus-Debatte. Wenn wir wirklich eine weltweite Demokratie-Rezession erleben, kann man sich küchenpsychologische Exkurse über den "Narzissmus" Trumps genau so sparen wie sozialkitschige Fotosafaris zu den Trump-Fans in den Appalachen. Dasselbe gilt für ähnlich durchsichtig pathologisierte Charakterzüge Erdogans, Kaczynskis, Orbáns und Putins sowie die demografische Struktur der sie unterstützenden Landstriche. Ein globales Problem kann nicht lokal erklärt werden. Vielmehr geht man dem Personenkult der Populisten auf den Leim, gesteht man ihnen jene Art Einzigartigkeit zu, die sich nur individualpsychologisch oder aus der Mentalität einer Nation verstehen lässt.

Für Diamond sind die Populisten selbst eher Symptom als Ursache der Krise. Ihre wahre Ursache liegt in den liberalen Demokratien. Der Übergang in Richtung Autoritarismus beruht ihm zufolge weltweit meist auf demokratischen Prozessen, auch in Entwicklungsländern nur noch selten auf einem gewaltsamen Putsch.

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Meist geht das Drehbuch des neuen Autoritarismus so: Die Bevölkerung unterstützt Politiker, die als Denunzianten ihrer eigenen Klasse auftreten und es verstehen, dem Volk nach dem Mund zu reden. Sie versprechen eine direktere, effizientere Art der Machtausübung, was in Demokratien mit ihren vergleichsweise zähen Konsensfindungsprozessen immer ein gutes Argument ist.

Sind sie erst einmal an der Macht, machen sich diese Politiker Schritt für Schritt daran, institutionelle Checks and Balances auszuhöhlen, Grundrechte aufzuweichen und ihre eigene Macht, die ihrer Clique und Klientel zu erweitern. Ihre Grenze findet die Aushöhlung der Demokratie paradoxerweise in den notorisch elitären Institutionen der Jurisprudenz, die je nach Rechtskultur mehr oder weniger widerstandsfähig sind.

Der Bevölkerung geht es dabei wie dem viel zitierten Frosch im behutsam zum Siedepunkt gebrachten Wasser. Sie wacht erst auf, wenn es zu spät ist. Oder tut dies auch gar nicht, weil es nicht nötig ist. Wie das gegenwärtige China zeigt, können autoritäre Regimes wirtschaftlich erstaunlich erfolgreich sein. Das Ausmaß der von ihnen profitierenden Kreise ist dementsprechend groß.

"Demokratien", so Diamond, "scheitern, wenn das Volk den Glauben an sie verliert und die Eliten ihre Normen für politisches Vorteilsdenken aufgeben." Der Ursprung der Demokratie-Rezession befindet sich für ihn nirgendwo anders als beim Volk, dem Souverän. Nur ein Antidemokrat könnte annehmen, es werde gleich einer naiven Schönheit von bösen Männern "verführt" wie dies in der Populismusdebatte immer wieder gemutmaßt wird.
Es ist kein Zufall, dass die Demokratie-Rezession mit der wirtschaftlichen Rezession um die Finanzkrise von 2008 einhergeht. "Schwache Wirtschaftsperformance und steigende Ungleichheit verschärfen Probleme des Machtmissbrauchs und der Verletzung demokratischer Spielregeln", schreibt Diamond. In den Entwicklungsländern hat die Krise die vorhandenen kleptokratischen Tendenzen verschärft. In den entwickelten Industrienationen hat sie für eine weitere Zunahme der sozialen Ungleichheit gesorgt. Vor allem aber brachte sie ans Tageslicht, was Investmentbanker schon lange wussten: Der nicht beweisbaren liberalen Behauptung, dass die Gier von Einzelnen Werte für alle erzeuge, wohnt entweder unbeschreibliche Naivität inne. Oder es handelt sich um bewusste Irreführung.

Angesichts dieser Analyse überrascht es, dass beinah nirgendwo auf der Welt die radikale Linke von der Krise der liberalen Demokratie profitieren konnte. Aber möglicherweise weiß die untere Mittelschicht ganz genau, was sie tut, wenn sie autokratisch agierende Hausherren nach der Art von Trump und Erdogan wählt.

Effizienzprobleme stecken in der DNS von Demokratien

Autokratie scheint die logische Folgerung aus der neoliberalen Ideologie zu sein, unter deren Joch die Bevölkerung sowieso leben muss - das wussten schon die Pinochet umgarnenden Chicago Boys. Wer am liebsten alles dem privaten Eigeninteresse überantwortet und der öffentlichen Hand nicht traut, für den scheint es geradezu notwendig, den Staat als letzte Konsequenz der neoliberalen Privatisierungsagenda in das Eigentum eines Einzelnen zu verwandeln. Nur so könnte, der neoliberalen Logik zufolge, ein effizientes Management des Staats erreicht werden. Und Effizienzprobleme stecken, wie auch Diamond schreibt, tatsächlich in der DNS von Demokratien. Ihre Konsensfindungsprozesse sind prinzipiell träge. Zudem produzieren sie eine Politikerkaste, die faktisch eben von der Trägheit dieser Prozesse lebt und daher perverse Anreize entwickeln könnte, effiziente Politik zu verhindern.

Andererseits haben beim Verfall demokratischer Freiheit nur die Eliten wirklich was zu verlieren, weshalb sie sich auch zumindest im Westen meist gegen den Populismus stellen. Im wirklichen Leben eines Lohnabhängigen spielt beispielsweise Meinungsfreiheit eine sehr untergeordnete Rolle.
Diamond selbst scheint die Analogie seiner These zu Konjunkturzyklen sehr ernst zu nehmen. Er hofft auf einen Demokratie-Aufschwung nach der Rezession. Dabei beruft er sich auf eine ältere Arbeit ?Samuel Huntingtons, der mehrere ?auf- und absteigende Wellen der Demokratie im 19. und 20. Jahrhundert ausgemacht hat. Schon jetzt, schreibt Diamond, sei die Zivilgesellschaft durch den neuen Populismus mobilisiert und politikinteressiert wie selten zuvor.

Ob er mit diesem optimistischen Ausblick recht hat, ist fraglich. Die USA sind, was die globale Demokratie anbelangt, kein Land wie jedes andere. Ihre momentane Schwächung wird fatale Folgen für die Verbreitung der Demokratie haben und die bereits begonnene Demokratie-Rezession noch verstärken.

Dies gilt besonders, weil sich Russland und China immer deutlicher zu Supermächten des neuen Autoritarismus entwickeln, die durch internetbasierte Medien wie RT und Entwicklungshilfe antidemokratische Bewegungen unterstützen. Dass sich das globale System eines Nebeneinanders von Autoritarismen als, wie Diamond schreibt, nur wenig stabil herausstellen wird, ist weniger ein Trost als ein Schreckensszenario. Man kann etwa nur hoffen, dass Trump besonnener mit nuklearem Zerstörungspotenzial umgeht als mit seinem Twitteraccount.

Schlechte Aussichten auf ein Ende der Demokratie-Rezession bestehen auch aus wirtschaftlichen Gründen. Die Stabilität der nicht notwendigerweise harmonischen Beziehung zwischen Demokratie und Kapitalismus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch großzügige, größtenteils kreditfinanzierte Geschenke an die Mittelschicht erkauft. Es ist unwahrscheinlich, dass die arg in Anspruch genommenen Kredit- und Sozialsysteme solche Geschenke in Zukunft ermöglichen.

Die Frage, wie ernst es die Demokratie mit ihrem Versprechen von Freiheit, Gleichheit und effizienter Konsensfindung auch in der Lebenswirklichkeit meint, ist angesichts weiter steigender Ungleichheit und immer komplexerer politischer Herausforderungen keine triviale mehr. Nur wenn Demokratien neue, zeitgemäße Antworten entwickeln, die ihrer großen utopischen Tradition genüge tun, wird es ihnen gelingen, wieder alle Teile des Volks langfristig für sich zu begeistern.

Quelle:http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/niedergang-von-demokratien-warum-populismus-nicht-die-ursache-ist-a-1136016.html#js-article-comments-box-pager
#2974: 27.02.2017 13:35 taltrader
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@2015 (#2971)
<<<Die Sachsen übernahmen Britannien, die Franken Gallien, die Alamannen Obergermanien. Italien wurde von den Ostgoten, Spanien von den Westgoten, Nordafrika von den Vandalen besetzt. <<<

Und Du besetzt das Forum mit Deinen gefühlten 50 Trades :laugh:
#2973: 26.02.2017 20:42 TakeoffLife
Der Beitrag wurde moderiert.
#2972: 26.02.2017 20:13 TakeoffLife
Der Beitrag wurde moderiert.
#2971: 22.02.2017 13:46 2015
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Am Besten hat mir gefallen:

Römische Geschäftsleute verlangten überhöhte Preise, man verlangte, schreibt Ammian, für einen toten Hund einen Fürstensohn. Die Goten begannen zu plündern, es kam zu Scharmützeln.

Genauso isses, genauso isses. :laugh:

Es gab Kämpfe, die Grenztruppen wurden geschlagen, der Kaiser um Hilfe gerufen. Valens erschien mit dem Reichsheer des Ostens. Am 9. August 378 kam es bei Adrianopel, dem heute türkischen Edirne, zur Schlacht. Das römische Heer wurde von den Germanen zusammengehauen...

Das Menetekel Europas. :D

Insgesamt ein schönes Schmankerl.

Die Sachsen übernahmen Britannien, die Franken Gallien, die Alamannen Obergermanien. Italien wurde von den Ostgoten, Spanien von den Westgoten, Nordafrika von den Vandalen besetzt.
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