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17.05.2012 10:15, Dow Jones

MÄRKTE EUROPA/Börsen tun sich weiter schwer

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen kommen auch am Donnerstag nicht auf die Beine. Nach einem etwas freundlicheren Start legen die Kurse schon wieder den Rückwärtsgang ein. Im Handel ist von einem nervösen Geschäft an Christi Himmelfahrt die Rede. Wie die steigenden Renditen auf spanische Anleihen zeigen, bleibt die Schuldenkrise in der Eurozone das Topthema für die Anleger. Mit einem Abschlag von 0,5 Prozent auf 6.351 Punkte hält sich der DAX nur wenig besser als der Euro-Stoxx-50, für den es um 0,8 Prozent auf 2.158 Zähler nach unten geht.

In Mailand und Madrid verlieren die Indizes 0,6 bzw 0,4 Prozent. Die Renditen für 10-jährige spanische Anleihen ziehen im frühen Geschäft um 3 Basispunkte (Bp) auf 6,28 Prozent an, italienische Anleihen zeigen sich unverändert bei 5,80 Prozent Rendite. Die Anleger scheuen weiter das Risiko der Anleihemärkte der Peripherie der Eurozone. Dazu passt, dass Bundesanleihen nach Gewinnmitnahmen zur Eröffnung in der Zwischenzeit leicht ins Plus gedreht haben. Der Euro ist von Ständen um 1,2740 Dollar wieder etwas gesunken auf 1,2725 Dollar.

Anleger hoffen auf weitere Fed-Aktionen

Dabei sind die Vorgaben nicht schlecht. In Ostasien haben die Börsen überwiegend zugelegt und wie aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed) hervorgeht, hält diese sich die Möglichkeit offen, der Wirtschaft mit zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen unter die Arme zu greifen, sollte dies nötig werden. Besorgt zeigen sich die Notenbanker aber von der Situation in Europa.

Die Fed-Aussagen sind zwar nicht wirklich neu. Angesichts der eskalierenden Schuldenkrise mit dem Gespenst eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Währungsraum nach den Neuwahlen im Juni wurde das Protokoll aber mit einem Gefühl der Erleichterung von den Investoren zur Kenntnis genommen. Der Goldpreis, der von einer Ausweitung der Geldmenge profitieren würde, wie auch der Euro und andere Risiko-Anlagen legten daraufhin zu.

Spanien will sich Geld an den Kapitalmärkten besorgen

Bei der Zweitveröffentlichung der spanischen BIP-Zahlen für das erste Quartal gab es keine Überraschungen. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus der ersten Lesung wurde bestätigt. Die Iberer wollen am Vormittag Staatsanleihen mit Laufzeiten bis 2015 bzw 2016 platzieren. Angesichts des geringen Volumens von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro sind größere Probleme hier aber nicht zu erwarten.

Am Nachmittag folgt mit dem Philadelphia-Fed-Index einer der wichtigsten regionalen Wirtschaftsbarometer aus den USA. Im Konsens wird für Mai mit einer leichten Verbesserung auf 9,3 nach 8,5 Punkten gerechnet. Schwächere Daten könnten die Hoffnung auf neue geldpolitische Maßnahmen durch die US-Notenbank zusätzlich stützen.

Trotz Feiertag werden Dividenden ausgezahlt

Für viele Aktionäre ist an Christi Himmelfahrt auch Zahltag. Eine lange Reihe von deutschen Unternehmen aus der ersten, zweiten und dritten Reihe beteiligt die Anteilseigner am Unternehmenserfolg. Aus dem DAX sind dies BMW (2,30 Euro) und Deutsche Börse (3,30 Euro). Im frühen Handel verlieren BMW 2,7 Prozent oder 1,78 auf 64,75 Euro, für Deutsche Börse geht es um 8,2 Prozent bzw 3,81 auf 42,12 Euro nach unten.

Ansonsten sind noch Celesio, ElringKlinger, Leoni, Rational und Wacker Chemie aus dem MDAX zu nennen. Im TecDAX schütten Aixtron und QSC ihre Dividende aus.

DEVISEN   zuletzt  +/- %  0.00 Uhr   Mi,17.57 Uhr 
EUR/USD    1,2722  +0,0%    1,2719         1,2730 
EUR/JPY  102,1994  +0,0%  102,1553       102,2561 
EUR/CHF    1,2010  +0,0%    1,2010         1,2009 
USD/JPY   80,3250  -0,0%   80,3300        80,3350 
GBP/USD    1,5899  -0,1%    1,5913         1,5934 

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

May 17, 2012 04:15 ET (08:15 GMT)