Das war nur ein kurzes Vergnügen! Die Euphorie nach dem 100-Milliarden-Paket für Spaniens Banken ist schnell verflogen. Voller Optimismus startete der Wechselkurs EUR/USD bei Kursen über 1,2650 USD in die Woche, nur um sich am Ende des Tages wieder unter der Marke von 1,2500 USD wiederzufinden. Offenbar nutzten viele Marktteilnehmer die günstige Gelegenheit, um neue Short-Positionen aufzubauen. Es war auch schwer zu glauben, dass sich dies vor den Wahlen in Griechenland am 17. Juni ändert.
Unterstützung bei 1,2350 USD im BlickAber natürlich stecken da auch handfeste Interessen dahinter: Die Short-Postionen auf den Euro an den Futures-Börsen wurden in der letzten Woche weiter ausgebaut und befinden sich auf einem Rekordhoch. Sollte der Euro da steigen, dann würden viele Leute viel Geld verlieren. Doch wenn alle short sind, ist die Gefahr groß, dass der Schuss nach hinten losgeht. Ein schneller Kursanstieg wäre die Folge, bei dem sich dann jeder retten will. In Fachkreisen nennt man dies „Short-Squezze“. Noch sieht es nicht danach aus, EUR/USD kann erneut bis auf 1,2350 USD fallen. Falls Sie selbst short sind, sollten Sie jedoch besser eine Stopp-Marke setzen!
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