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13.11.2017 07:15, Dow Jones

7 TERMINE, die in der Woche wichtig werden

FRANKFURT (Dow Jones)--Unsere Auswahl an Ereignissen aus der Finanz- und Wirtschaftswelt, die im Wochenverlauf im Fokus stehen werden (Angaben in Ortszeit Deutschland):

 
1. RWE wirft bange Blicke nach Jamaika-Berlin 

Bei RWE gehen vor den Drittquartalszahlen alle Blicke Richtung Berlin. Wieder einmal. Nach den Verhandlungen über den Atommüll und seine Lagerung stehen jetzt die RWE-Kohlekraftwerke im Fokus. Sollten sich die Grünen durchsetzen, die bis 2020 die schmutzigsten Kraftwerke abstellen und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen wollen, schlüge das bei den Essenern voll ins Kontor. Im Kerngeschäft mit der Stromerzeugung und dem Energiehandel dürfte es nach neun Monaten bergab gehen. Der Trend wird aber überkompensiert durch die höheren Ergebnisse der Ökostromtochter Innogy. Eigentlich könnte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz ruhig in die Zukunft blicken, weil die Preise an der Strombörse klettern und alle Branchenkenner davon ausgehen, dass das in den nächsten Jahren so bleibt. Wären da nicht die Jamaika-Verhandlungen in Berlin, die RWE wie ein Phantom verfolgen.

>>> Dienstag, 14. November 2017; 07:00 Uhr

 
2. Bei Infineon ist Ausblick wichtiger als erreichtes Jahresziel 

Für den Chipkonzern Infineon dürfte es auch im vierten Geschäftsquartal rund gelaufen sein. Die Nachfrage nach Halbleitern für Fahrzeuge und Industrie erweist sich weltweit als robust. Das Unternehmen aus dem Speckgürtel von München ist überdies gut gerüstet, um von den Zukunftsthemen Elektromobilität und Fahrassistenzsysteme zu profitieren. Gegenwind kommt derzeit nur vom schwachen Dollar. Infineon macht zwar die Hälfte seines Umsatzes in der US-Währung, die Kosten fallen jedoch überwiegend in Euro an. Dennoch stellt niemand in Frage, dass die Jahresprognose geschafft wurde: Sie sieht ein Umsatzwachstum von 8 bis 11 Prozent und eine Segmentergebnismarge in der Mitte der Spanne bei etwa 17 Prozent vor. Beobachter werden also vornehmlich auf den Ausblick für das angelaufene Geschäftsjahr 2017/18 achten.

>>> Dienstag, 14. November 2017; 07:30 Uhr

 
3. Bei Henkel läuft das Kleben besser als die Schönheit 

Gute Nachfrage aus der Industrie nach Klebstoffen und Beschichtungen, strikte Kostenkontrolle und erstmalige Konsolidíerung einer Akquisition dürften Henkel zu höherem Wachstum bei Umsatz und Gewinn im dritten Quartal verholfen haben. Die Prognose fürs Gesamtjahr sollte bestätigt werden. Der Umsatztreiber Adhesive Technologies dürfte von starker Nachfrage aus dem Elektronikgeschäft und der Industrie profitiert haben. Allerdings könnte das jüngst "anämische Wachstum" im Beauty-Segment zu einer Senkung der Umsatzprognose in diesem Bereich führen.

>>> Dienstag, 14. November 2017; 07:30 Uhr

 
4. Deutsches Wachstum dürfte unverändert hoch sein 

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland dürfte sich im dritten Quartal nicht abgeschwächt haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent gestiegen ist - wie schon im zweiten Quartal. Die Jahreswachstumsrate würde damit auf 2,3 (zuvor: 2,1) Prozent zunehmen. Wachstumsraten von über 2 Prozent gab es zuletzt 2010 und 2011, als sich das Land in einem rasanten Aufholprozess nach der schweren Rezession des Jahres 2009 befand. Gleiches gilt für Quartalswachstumsraten von über 0,5 Prozent.

>>> Dienstag, 14. November 2017; 08:00 Uhr

 
5. Bestätigung des robusten Eurozonen-Wachstums erwartet 

Das BIP des Euroraums ist im dritten Quartal laut erster Veröffentlichung um 0,6 Prozent gestiegen, nachdem es im zweiten Quartal um 0,7 Prozent zugelegt hatte. Volkswirte erwarten einen Bestätigung des Ergebnisses der ersten Schätzung. Sollte das Wachstum in Deutschland deutlich stärker als erwartet ausgefallen sein, könnte es Spekulationen über eine Aufwärtsrevision geben. Allerdings würden die auf der Annahme beruhen, dass das Statistische Bundesamt bei seiner für Eurostat gedachten, internen Schätzung daneben gelegen hat.

>>> Dienstag, 14. November 2017; 11:00 Uhr

 
6. Japans BIP wächst im siebten Quartal in Serie 

Der japanische Konjunkturaufschwung mausert sich langsam zum Langstreckenlauf. Zwischen Juli und September dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) das siebte Quartal in Folge gewachsen sein. Eine so lange Wachstumsstrecke hat es seit Anfang 2001 nicht mehr gegeben. Zuvor hatte das Wachstumsmuster einem Sägeblatt geähnelt, einem Quartal mit Wachstum folgte meist eines mit Schrumpfung. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen erwarten ein Quartalsplus von 0,4 Prozent, im Vorquartal hatte das Wachstum 0,6 Prozent betragen. Impulse kommen von der globalen Erholung und dem schwächeren Yen. Abwärtsrisiken bestehen gegenüber einer Abschwächung in China und den geopolitischen Risiken rund um Nordkorea.

>>> Mittwoch, 15. November 2017; 00:50 Uhr

 
7. Spitzenreiter der Zentralbanker auf Frankfurter Podium 

Größtmögliche Aufmerksamkeit dürfte einer Diskussion zuteil werden, die in der Europäischen Zentralbank (EZB) stattfindet: Für sie versammeln sich EZB-Präsident Mario Draghi, Fed-Chefin Janet Yellen, der Chef der Bank of England (BoE), Mark Carney, und der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Haruhiko Kuroda, auf einem Podium. Thema ist passenderweise die Kommunikation von Zentralbanken.

>>> Mittwoch, 15. November 2017; 11:00 Uhr

Mitarbeit: Andreas Plecko, Olaf Ridder, Hans-Joachim Koch, Hans Bentzien, Ulrike Dauer, Christian Grimm.

Kontakt zum Autor: topnews.de@dowjones.com

DJG/smh/jhe

(END) Dow Jones Newswires

November 13, 2017 01:15 ET (06:15 GMT)