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11.10.2017 20:23, Dow Jones

Fed-Protokoll: Mehrheit für weitere Zinserhöhung trotz schwacher Inflation

Von David Harrison

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Währungshüter haben sich bei ihrer Sitzung am 19. und 20. September trotz der andauernd flauen Inflation mehrheitlich für einen weiteren Zinsschritt noch in diesem Jahr ausgesprochen. Einige Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) machten dabei jedoch deutlich, dass ihre Entscheidung maßgeblich von der weiteren Inflationsentwicklung bis zur nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses abhängen wird, wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht.

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Währungshüter haben sich bei ihrer Sitzung am 19. und 20. September trotz der andauernd flauen Inflation mehrheitlich für einen weiteren Zinsschritt noch in diesem Jahr ausgesprochen. Einige Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) machten dabei jedoch deutlich, dass ihre Entscheidung maßgeblich von der weiteren Inflationsentwicklung bis zur nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses abhängen wird, wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht.

Die Kernfrage, vor der die US-Notenbanker stehen, ist, ob es sich bei der Inflationsschwäche um ein vorübergehendes oder um ein dauerhaftes Phänomen handelt. Wie das Sitzungsprotokoll zeigt, ist die Mehrheit der FOMC-Mitglieder der Auffassung, dass die niedrige Inflation nur vorübergehender Natur ist. Sollten die Daten in den kommenden Wochen jedoch darauf hindeuten, dass die Inflation dauerhaft unter dem 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve bleiben könnte, wollen einige der stimmberechtigten Notenbanker ihre Position mit Blick auf weitere Zinserhöhungen noch einmal überdenken. Andere wiederum gaben zu bedenken, dass eine zu späte Straffung der Geldpolitik zu einem schwer kontrollierbaren Überschießen der Inflation führen könnte.

Die US-Notenbank hatte bei ihrer Ratssitzung im September eine Leitzinsanhebung für Dezember und drei weitere Erhöhungen im kommenden Jahr signalisiert. Die hartnäckig flaue Inflation erschwert es den US-Geldpolitikern, in diesem Jahr erneut die Zinszügel zu straffen. Zuletzt hatte die Fed im Juni ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 1,00 bis 1,25 erhöht. Außerdem beschloss die Fed bei der September-Sitzung, ab Oktober mit dem Abbau der rund 4,5 Billionen US-Dollar schweren Notenbankbilanz zu beginnen, zunächst um 10 Milliarden Dollar pro Monat.

Mitarbeit: Andreas Plecko

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/brb/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 11, 2017 14:23 ET (18:23 GMT)