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17.05.2017 11:00, Dow Jones

Inflation im Euroraum klettert auf 1,9 Prozent

Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Preisdruck in der Eurozone hat im April spürbar zugenommen und liegt nun nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die jährliche Inflationsrate stieg von 1,5 auf 1,9 Prozent. Damit bestätigte die Statistikbehörde Eurostat - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 28. April. Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Preisdruck in der Eurozone hat im April spürbar zugenommen und liegt nun nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die jährliche Inflationsrate stieg von 1,5 auf 1,9 Prozent. Damit bestätigte die Statistikbehörde Eurostat - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 28. April. Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an.

Im März war die Inflation spürbar abgeebbt, nicht zuletzt wegen der Lage des Osterfestes. Im Jahr 2016 war Ostern auf den März gefallen, 2017 aber auf den April. Folglich stiegen bestimmte Dienstleistungspreise - vor allem jene von Pauschalreisen - im Jahresabstand nur schwach. Bei den Daten für den April hat sich dieser Ostereffekt jetzt aber wieder umgekehrt. Schon im Mai dürfte die Inflation wieder zurückgehen, weil dann der Ostereffekt verschwunden sein wird.

Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, stieg im April ebenfalls. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) kletterte von 0,7 auf 1,2 Prozent. Schon bei der ersten Meldung war ein Anstieg auf 1,2 Prozent ermittelt worden.

Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise im April in der Gesamtrate um 0,4 Prozent, in der Kernrate betrug das Plus 0,5 Prozent. Die Daten entsprachen den Prognosen von Volkswirten.

Mit den seit Jahresbeginn höheren Inflationsraten war eine Debatte um die EZB entflammt, die vor allem nach Meinung mancher deutscher Politiker und Ökonomen mit dem Ausstieg aus ihrer sehr lockeren Geldpolitik beginnen sollte. Die EZB geht aber davon aus, dass es sich nur um einen vorübergehenden Inflationsanstieg handelt, weshalb sie ihre Käufe von Staatsanleihen wie beschlossen weiterführen will.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 17, 2017 05:00 ET (09:00 GMT)