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17.03.2017 17:55, Dow Jones

G20 bekräftigen Haltung zu Wechselkursfragen

Von Ian Talley und Andreas Kißler

BADEN-BADEN (Dow Jones)--Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen nach Informationen aus Teilnehmerkreisen in der Abschlusserklärung ihres Finanzministertreffens in Baden-Baden die bisherigen Positionen zu Wechselkursfragen bestätigen. Ein möglicher Streitpunkt bei dem Treffen sei entschärft worden, nachdem die Offiziellen, die den Entwurf der Erklärung ausarbeiteten, ursprüngliche Verpflichtungen aufrechterhalten hätten, sagte ein G20-Offizieller.

BADEN-BADEN (Dow Jones)--Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen nach Informationen aus Teilnehmerkreisen in der Abschlusserklärung ihres Finanzministertreffens in Baden-Baden die bisherigen Positionen zu Wechselkursfragen bestätigen. Ein möglicher Streitpunkt bei dem Treffen sei entschärft worden, nachdem die Offiziellen, die den Entwurf der Erklärung ausarbeiteten, ursprüngliche Verpflichtungen aufrechterhalten hätten, sagte ein G20-Offizieller.

Die G20 haben sich in früheren Erklärungen dazu bekannt, von Währungsabwertungen aus Wettbewerbsgründen abzusehen und sich eng über ihre Wechselkurspolitiken abzustimmen. Sie haben zudem stets betont, dass übermäßige Volatilität eine Gefahr für die Stabilität der Finanzmärkte darstelle und somit Ländern wie Japan Spielraum gegeben, die gelegentlich an den Devisenmärkten intervenieren, wenn Anleger abrupte Veränderungen von Wechselkursen verursachen.

Im Vorfeld der Sitzungen in Baden-Baden war über Bestrebungen berichtet worden, diese Verpflichtungen nicht ausdrücklich zu wiederholen, sondern nur auf frühere Erklärungen zu verweisen. Dies war als ein mögliches Entgegenkommen gegenüber der neuen US-Regierung gewertet worden.

Der neue US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich aber bereits am Donnerstagabend nach einem Treffen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Berlin grundsätzlich zu einem starken US-Dollar bekannt. "Ein starker Dollar ist langfristig etwas Gutes", erklärte er. Zu kurzfristigen Bewegungen wolle er sich nicht äußern, auch wenn der hohe Dollar kurzfristig "bestimmte Fragen aufwerfen" könnte. Es sei aber wichtig, dass Länder ihre Währungen nicht manipulierten.

Mnuchin befindet sich derzeit in einem Dilemma. Während US-Präsident Donald Trump den Dollar für zu stark und andere Währungen wie den Euro und den Yuan für zu schwach hält, leisten seine bisherigen wirtschaftlichen Kernvorschläge und steigende Zinsen einem Anstieg des Dollar Vorschub. "Trump sieht sich einer unmöglichen Kombination von Politiken gegenüber, wenn er wirklich einen schwachen Dollar will", sagte David Bloom von HSBC. "Die meisten seiner Ideen deuten auf einen stärkeren Dollar."

(Mitarbeit: Chelsey Dulaney)

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/DJN/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 17, 2017 12:55 ET (16:55 GMT)