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17.02.2017 14:12, Dow Jones

KONJUNKTUR IM BLICK/Ifo-Geschäftsklima sinkt leicht

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Das vom Münchener Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands dürfte im Februar nahezu unverändert geblieben sein. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten einen marginalen Rückgang des Geschäftsklimaindex auf 109,6 (Vormonat: 109,8) Punkte, nachdem der Index im Januar unerwartet kräftig gesunken war. Das Ifo-Institut wird die Daten am Mittwoch um 10.00 Uhr veröffentlichen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Das vom Münchener Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands dürfte im Februar nahezu unverändert geblieben sein. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten einen marginalen Rückgang des Geschäftsklimaindex auf 109,6 (Vormonat: 109,8) Punkte, nachdem der Index im Januar unerwartet kräftig gesunken war. Das Ifo-Institut wird die Daten am Mittwoch um 10.00 Uhr veröffentlichen.

Außerdem bringt die Woche Einkaufsmanagerindizes für Europa und Deutschland, das Protokoll der jüngsten FOMC-Sitzung, die zweite Veröffentlichung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal 2016 sowie einige Länderratings.

Die Lage der deutschen Wirtschaft ist derzeit gut. Zwar stieg das BIP im vierten Quartal 2016 etwas weniger als erwartet, nämlich um 0,4 Prozent - Detaildaten dazu am Donnerstag um 8.00 Uhr -, doch deuten Geschäftsklimaindizes und Auftragseingänge der Industrie darauf hin, dass kurzfristig keine konjunkturelle Abschwächung zu erwarten ist.

 
Mittelfristig drohen der deutschen Wirtschaft Risiken 
 

Mittelfristig dagegen drohen diverse Risiken, die sich in den vergangenen Wochen in Erinnerung gebracht haben bzw. stets präsent gewesen sind: Der bevorstehende EU-Austritt Großbritanniens mit seinen nach wie vor schwer quantifizierbaren wirtschaftlichen Auswirkungen, eine künftig protektionistische US-Handelspolitik und die fast schon vergessene Gefahr eines griechischen Zahlungsausfalls.

Diese Gemengelage spiegelte sich bereits im Ifo-Index für Januar, und sie dürfte sich auch in den aktuellen Umfrageergebnissen für Februar wiederfinden: Aktuelle Lagebeurteilung: Sehr gut. Geschäftsaussichten in sechs Monaten: Schlechter. Per Saldo könnte das zu einem leichten Rückgang des wichtigsten deutschen Wachstumsfrühindikators geführt haben.

Hinweise auf die Entwicklung des Ifo-Index werden bereits am Dienstag (9.30 Uhr) die deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe geben. Im Januar war der Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes auf ein Viermonatstief von 53,4 Punkte gefallen, der Index des verarbeitenden Gewerbes dagegen auf ein Dreijahreshoch von 56,4 gestiegen. Um 10.00 Uhr veröffentlicht Markit IHS die entsprechenden Indizes für den Euroraum.

 
Destatis veröffentlicht Details zum deutschen BIP im vierten Quartal 
 

Der Donnerstag beginnt um 8.00 Uhr mit der zweiten Veröffentlichung des deutschen BIP für das vierte Quartal. Mit 0,4 Prozent blieb das Wachstum etwas unter den Erwartungen, gestützt wurde es nach vorläufigen Aussagen des Statistischen Bundesamts (Destatis) vor allem vom privaten Konsum, Staatsverbrauch und den Bauinvestitionen, gebremst dagegen vom Außenhandel. Grund: Die Importe stiegen stärker als die Experte, was wiederum als Anzeichen für eine robuste Konjunktur gewertet wurde.

Destatis wird am Donnerstag die genaue Zusammensetzung des Wachstums veröffentlichen. Von Interesse wird unter anderem sein, wie sich die Ausrüstungsinvestitionen entwickelt haben. Das könnte Aufschluss darüber geben, wie die Unternehmen ihre Geschäftsaussichten längerfristig beurteilen.

Um 8.00 Uhr veröffentlicht die GfK ihren Konsumklimaindikator für März.

Die Woche schließt mit einigen Länderratings. Am Freitag kommen aktuelle Bonitätsurteile für Deutschland (Moody's) und Griechenland (Moody's und Fitch.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/smh

(END) Dow Jones Newswires

February 17, 2017 08:12 ET (13:12 GMT)