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11.01.2017 10:25, Dow Jones

Drei Institute: Moderater Aufschwung im Euroraum setzt sich fort

Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Wirtschaftsforscher aus drei europäischen Staaten gehen davon aus, dass sich der moderate Aufschwung im Euroraum fortsetzt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im vierten Quartal 2016 wohl um 0,4 Prozent gestiegen ist, dürfte es mit derselben Wachstumsrate auch in den ersten beiden Quartalen 2017 expandieren, erklärten die drei Forschungsinstitute ifo, Insee und Istat aus Deutschland, Frankreich und Italien.

FRANKFURT (Dow Jones)--Wirtschaftsforscher aus drei europäischen Staaten gehen davon aus, dass sich der moderate Aufschwung im Euroraum fortsetzt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im vierten Quartal 2016 wohl um 0,4 Prozent gestiegen ist, dürfte es mit derselben Wachstumsrate auch in den ersten beiden Quartalen 2017 expandieren, erklärten die drei Forschungsinstitute ifo, Insee und Istat aus Deutschland, Frankreich und Italien.

Haupttreiber dieses moderaten Aufschwungs werde ein stetes Wachstum des privaten und öffentlichen Konsums sein. Mit steigender Beschäftigung und höheren Nominallöhnen dürften die verfügbaren Einkommen weiter zunehmen, trotz eines stärkeren Preisauftriebs, der die Zugewinne über die Zeit abschmelzen lässt.

Zudem sei angesichts der weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen mit einer etwas dynamischeren Entwicklung der Investitionen zu rechnen. Die weltweite wirtschaftliche Erholung der fortgeschrittenen Volkswirtschaften und der Schwellenländer dürfte ferner die externe Nachfrage beleben.

Die Inflation dürfte in den kommenden Quartalen anziehen. Im Prognosezeitraum dürften sich die Inflationsraten auf 0,7 Prozent im vierten Quartal 2016 und 1,5 Prozent im ersten und zweiten Quartal 2017 deutlich erhöhen. Dieser Preisauftrieb rühre von der Energiekomponente her, die nicht mehr dämpfend wirke, seitdem sich die Energiepreise wieder normalisiert haben.

Wegen der Ungewissheit über die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der neuen US-Regierung sowie der Unklarheit über die Brexit-Umsetzung und der Konsequenzen des Referendums in Italien verbleibe die politische Unsicherheit auf hohem Niveau. Sie dürfte sich aufgrund der anstehenden Wahlen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden im Prognosezeitraum nicht maßgeblich verringern. "All diese Ereignisse könnten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft im Euroraum auswirken", warnten die Forscher.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/smh

(END) Dow Jones Newswires

January 11, 2017 04:25 ET (09:25 GMT)