20.04.2014 18:22, Dow Jones

WOCHENENDÜBERBLICK/19.und 20. April

Daimler und BYD stellt Elektroauto Denza in Peking vor

Daimler und der chinesische Partner BYD haben auf der Pekinger Automobilmesse am Wochenende ihr Elektroauto Denza für den chinesischen Markt vorgestellt. Der Fünfsitzer wird voraussichtlich ab September in China zu kaufen sein und soll 369.000 Yuan (knapp 43.000 Euro) kosten. Subventionen der Regierung würden das Fahrzeug für den Käufer drastisch verbilligen.

Siemens und BAIC fertigen gemeinsam Elektromotoren für China

Siemens wird gemeinsam mit dem chinesischen Automobilhersteller Beijing Automotive Industry Holding Co. (BAIC) elektrische Fahrzeugantriebe fertigen. Auf der Pekinger Automobilaustellung haben die beiden Unternehmen einen Vertrag zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Namen Beijing Siemens Automotive E-Drive System Co. Ltd. unterzeichnet, wie Siemens mitteilte.

Volkswagen will auch in diesem Jahr deutlich in China zulegen

VW will in den kommenden Jahren das Händlernetz in China um die Hälfte auf 3.600 Niederlassungen ausbauen, wie Vorstandschef Martin Winterkorn vor Beginn der Automesse in Peking erklärte. "Erneut wollen wir auch in diesem Jahr ein zweistelliges Wachstum erreichen und damit erstmals in einem Kalenderjahr mehr als 3,5 Millionen Fahrzeuge in China ausliefern", so Winterkorn weiter.

VW-Tochter Audi erwägt Ausbau des Werks im chinesischen Foshan

Volkswagen (VW) und seine Premium-Tochter Audi erwägen, das neue Werk im chinesischen Foshan wegen der großen Nachfrage deutlich auszubauen. Im Zuge der Expansion könnte in Foshan auch der Kompakt-SUV Q1 gebaut werden., sagten Unternehmensvertreter.

C.A.T. Oil will für 2013 höhere Dividende zahlen - Zeitung

Der österreichische Öldienstleister C.A.T. Oil spürt nach eigenen Angaben "keine Auswirkungen im Tagesgeschäft" durch die Spannungen zwischen Russland und dem Westen. C.A.T.Oil-Vorstandschef Kastner kündigte in dem Interview für 2013 eine höhere Dividende an als die für 2012 gezahlten 25 Cent. Der Nettogewinn sei in den ersten neun Monaten um 150 Prozent gestiegen.

Fiat und Chrysler wollen Jeep-Produktion in China wiederbeleben

Fiat und die US-Tochter Chrysler wollen den Chinesen die Marke Jeep wieder schmackhaft machen. Um vom boomenden Markt für Geländewagen im Reich der Mitte zu profitieren, sollen vom Ende des kommenden Jahres an gemeinsam mit dem chinesischen Fiat-Partner Guangzhou Automobile Group Jeeps in China produziert werden, teilten die beiden Unternehmen am Samstag mit.

GM verkauft trotz Zündschloss-Skandal mehr Autos

Der Skandal um fehlerhafte Zündschlösser, die mit einigen Todesfällen in Verbindung gebracht wurden, scheint General Motors (GM) nicht allzu viel anzuhaben. Die bisherigen Verkaufszahlen im April ließen erwarten, dass der Monat für sein Unternehmen gut laufen werde, sagte GM-Nordamerika-Chef Alan Batey nach einer Veranstaltung auf der Pekinger Automesse.

Vier Tote bei Schusswechsel bei Slawjansk im Osten der Ukraine

Bei einem Schusswechsel bei Slawjansk im Osten der Ukraine sind am Sonntagmorgen vier Menschen getötet worden. Wie einer der Anführer der prorussischen Milizen, Wyatscheslaw Ponomarew, sagte, kam es an einer Straßensperre in dem Dorf Bilbasiwk östlich von Slawjansk zu der Schießerei. Dabei seien drei prorussische Kämpfer und einer der Angreifer getötet worden. Die Regierung in Kiew hatte angekündigt, die Militäreinsätze gegen die prorussischen Milizen bis nach den Osterfeiertagen auszusetzen - auch um ihnen Zeit für die Umsetzung der Vereinbarungen von Genf zu geben.

Prorussische Kräfte verhängen Ausgangssperre über Slawjansk

Im Osten der Ukraine haben prorussische Kräfte am Sonntag eine Ausgangssperre über die Stadt Slawjansk verhängt. "Zwischen Mitternacht und sechs Uhr früh ist es verboten, die Straßen zu nutzen", sagte der selbsternannte Bürgermeister der Hochburg prorussischer Kräfte, Wjatscheslaw Ponomarew.

OSZE plant mehr Beobachter für Ukraine

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will ihre Beobachtermission kräftig aufstocken, um in der Krise zwischen russischer und ukrainischer Seite zu vermitteln. Um den Ausbau der Mission zu planen, hat die OSZE deren stellvertretenden Chef am Samstag nach Donetsk geschickt. Jetzt gehören der Mission rund 100 Beobachter an. Geplant sei, die Zahl bald auf 300 zu erhöhen. Langfristig sollen 500 Kräfte im Land vermitteln und beobachten, sagte ein Sprecher der Organisation.

USA erhöhen Druck auf Russland wegen Ukraine-Abkommens

Die USA drängen Russland zu einer raschen Umsetzung der Genfer Vereinbarungen zur Ukraine-Krise. US-Außenminister John Kerry sagte in einem Telefongespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, dass die kommenden Tage "entscheidend" für eine Umsetzung der Einigung seien. Die prorussischen Milizen in der Ostukraine weigerten sich am Samstag jedoch weiterhin, ihre Waffen niederzulegen und besetzte Verwaltungsgebäude zu räumen.

Hollande: Hinweise auf neuen Chemiewaffeneinsatz in Syrien

Frankreich hat nach Angaben von Staatschef François Hollande "Hinweise" darauf, dass die Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad immer noch Chemiewaffen einsetzen. Es gebe zwar noch keine Beweise, sagte Hollande dem Radiosender Europe 1. Die Regierung in Damaskus habe aber schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sie zum Einsatz "schrecklicher Methoden" bereit sei.

Twitter sperrt zwei Nutzerkonten türkischer Regierungsgegner

Twitter hat zwei Nutzerkonten gesperrt, von denen aus Korruptionsvorwürfe gegen das Umfeld des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan verbreitet wurden. Die beiden Accounts waren am Sonntag nicht mehr zu erreichen. Twitter betonte, dass Nutzerkonten nur aufgrund eines "rechtsgültigen Verfahrens" gesperrt würden und nicht lediglich "auf Wunsch eines Regierungsvertreters". Twitter will demnach auch keine Nutzerinformationen an die türkische Regierung weitergeben.

Salehi: Disput um Schwerwasser-Reaktor Arak praktisch beigelegt

Im Streit über das iranische Atomprogramm scheint es einen weiteren Durchbruch zu geben: Der Disput über den Schwerwasserreaktor Arak sei "praktisch beigelegt", sagte der iranische Unterhändler Ali Akbar Salehi. Die Regierung in Teheran habe der 5+1-Gruppe aus den fünf Veto-Mächten des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland einen Vorschlag unterbreitet, der "angenommen worden" sei.

Vorsprung der Union vor SPD schrumpft - Umfrage

Fünf Wochen vor der Europawahl ist der Vorsprung der Union gegenüber der SPD in der Wählergunst auf den niedrigsten Wert seit Januar geschrumpft. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich im Auftrag der Zeitung BILD am SONNTAG erhebt, verliert die Union zwei Prozentpunkte und kommt auf 40 Prozent. Gleichzeitig kann die SPD um 2 Prozentpunkte zulegen und erreicht 25 Prozent.

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April 20, 2014 12:22 ET (16:22 GMT)