L/E-DAX TR EURL/E-MDAX TR EURL/E-SDAX TR EURL/E-TECDAX TR EURCONTINENTAL AG O.N.DEUTSCHE BOERSE NA O.N.TECDAXPRIME ALL SH. TRVOLKSWAGEN AG ST O.N.VOLKSWAGEN AG VZO O.N.MDAX PerfDAX Perf. IndexHDAX P-IN.FAZ-INDEXCDAX-GESAMTINDEX (PERF)SDAX P-IN.CONTL AG S/ADRVOLKSWAGEN AG ADR 1/5/O.N
02.09.2014 10:52, Dow Jones

MÄRKTE EUROPA/Kauffreude steigt - DAX gewinnt 1 Prozent

Die Anleger an den europäische Börsen schlagen sich am Dienstag mehr und mehr auf die Käuferseite. Aus Asien kommen gute Vorlagen und zudem hoffen viele Börsianer auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone. Auch die Charttechnik stützt die Aufwärtsbewegung, denn der DAX hat die 200-Tage-Linie überwunden, ein wichtiges Signal. Der Index gewinnt 1 Prozent auf 9.573 Punkte, der Euro-Stoxx steigt um 0,7 Prozent. Nun könnte der DAX den Widerstand bei 9.600 Punkten angreifen, vermuten Händler. Allerdings rechnen Teilnehmer mit geringen Umsätzen: "Viele Investoren warten die wichtige Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag ab", sagt Gary Yau, Analyst der Crédit Agricole.

Der Euro erholt sich nur leicht vom neuen Jahrestief, das er am Morgen markiert hat. Aktuell steht er bei 1,3126 Dollar. In nächster Zeit könnte der schwache Euro besonders europäische Aktien von Unternehmen mit hohem Engagement im Dollarraum wie Pharma- und ausgewählte Technologiewerte nach oben treiben. In Japan stieg der Nikkei vor allem wegen eines schwächeren Yen deutlich.

Allerdings mehren sich nun auch die Warnungen vor Schieflagen am Devisenmarkt. "Das Risiko einer Gegenbewegung steigt", sagt Adam Myers, Chef-Devisenanalyst der Crédit Agricole. Die spekulativen Positionen auf einen fallenden Euro seien vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank sehr hoch. "Wir glauben, dass es zu früh für aggressive zusätzliche geldpolitische Maßnahmen ist", sagt Myers. Kurzfristig sei deshalb ein Euro-Anstieg Richtung 1,33 US-Dollar möglich. Darüber hinaus bleibe der Euro aber in Rallys ein Verkauf.

Die Europäische Zentralbank tritt am Donnerstag zusammen. Sollte sie wegen der Deflationsgefahr in der Eurozone ein breit angelegtes Wertpapierkaufprogramm beschließen, dürfte das die Aktienkurse weiter nach oben treiben und den Euro drücken. Allerdings besteht wegen der Spekulation eben auch Enttäuschungspotenzial.

Der Goldpreis kommt am Morgen weiter zurück: "Das zeigt, dass die Krisen in der Ukraine oder in Nahost die Stimmung derzeit nicht mehr belasten", sagt ein Händler. Impulse könnten am Nachmittag aus Amerika vom ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes und von den Bauausgaben ausgehen.

Außerdem werden Zulassungszahlen aus der Automobilindustrie erwartet, aus den USA kommen sie allerdings erst am Mittwoch. Die Analysten der BNP Paribas haben die Aktien von Continental auf Neutral gesenkt, die Aktien von Volkswagen dagegen auf Outperform angehoben. Aktien von Continental legen dennoch 1 Prozent zu, VW gewinnen 1,6 Prozent.

Daneben steht die Deutsche Börse mit dem laut Händlern ersten Umsatzanstieg seit langem im Blick. "Die Zahlen für August sind überraschend gut", sagt ein Händler. Am Kassamarkt hat der Umsatz das Niveau vom August 2013 um fast 12 Prozent übertroffen. Auch die Eurex konnte den Umsatz steigern. Für die Aktie der Deutschen Börse geht es 1,2 Prozent aufwärts.

Im SDAX steigt die Tipp24-Aktie um 2,4 Prozent, nachdem sie am Vortag noch gut 7 Prozent verloren hatte. Der Lottoanbieter hat eine Gewinnwarnung vom Wochenende zurückgenommen und rechnet für 2014 nun wieder mit Ergebniszahlen wie zuvor.

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DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mo, 17.12 Uhr 
EUR/USD   1,3127  -0,0%    1,3128         1,3135 
EUR/JPY   137,63  +0,5%    136,97         136,96 
EUR/CHF   1,2079  +0,0%    1,2077         1,2072 
USD/JPY   104,85  +0,5%    104,32         104,25 
GBP/USD   1,6568  -0,2%    1,6609         1,6615 
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Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

DJG/DJN/raz/smh

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September 02, 2014 04:52 ET (08:52 GMT)