SMI IndexUBS NAM.          SF -,10L/E-DAX TR EURL/E-MDAX TR EURL/E-SDAX TR EURL/E-TECDAX TR EURTECDAXPRIME ALL SH. TRMDAX PerfDAX Perf. IndexHDAX P-IN.FAZ-INDEXCDAX-GESAMTINDEX (PERF)SDAX P-IN.EUR/JPY SpotP EURUSD 8/14C EURGBP 8/14C EURCHF 12/16DJ EURO STOXX 50DJ STOXX 50 EUR PriceESTX PR.EURSTXE 600 PR.EURC KPR 12/15C BNP 9/14CAC 40FTSE 100AEX-INDEXBNP PARIBAS ADR 1/2/EO 2P USDCHF 12/16Gold USD/OZUSD/JPY Spot
29.07.2014 18:31, Dow Jones

MÄRKTE EUROPA/Russland-Sanktionen überschatten gute Berichtssaison

Von Manuel Priego Thimmel

Neue Sanktionen gegen Russland haben am Dienstag die Freude über eine insgesamt gut laufende Berichtssaison und ein stärker als erwartet gestiegenes Verbrauchervertrauen in den USA getrübt. Wie aus Diplomatenkreisen am späten Nachmittag verlautete, sind neben der Ölindustrie, der Finanzsektor wie auch die Rüstungsindustrie Russlands betroffen. Unerwartet kamen die Maßnahmen nicht, nachdem am Wochenende bereits mehrere Politiker zusätzliche Sanktionen gegen Russland gefordert hatten.

Neue Sanktionen gegen Russland haben am Dienstag die Freude über eine insgesamt gut laufende Berichtssaison und ein stärker als erwartet gestiegenes Verbrauchervertrauen in den USA getrübt. Wie aus Diplomatenkreisen am späten Nachmittag verlautete, sind neben der Ölindustrie, der Finanzsektor wie auch die Rüstungsindustrie Russlands betroffen. Unerwartet kamen die Maßnahmen nicht, nachdem am Wochenende bereits mehrere Politiker zusätzliche Sanktionen gegen Russland gefordert hatten.

Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 9.654 Punkte. Im Tageshoch hatte der deutsche Leitindex bei 9.692 notiert. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,6 Prozent auf 3.191 Zähler nach oben - hier lag das Hoch bei 3.206. Unklar war, ob die neuen Sanktionen den Markt längerfristig belasten werden. Unterstützung für die Börsen kam von der laufenden Berichtssaison in den USA und Europa. Laut Blackrock haben bisher 65 Prozent der europäischen Unternehmen mit ihren Geschäftszahlen die Erwartungen übertroffen.

Am Rentenmarkt fiel die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen auf ein Allzeittief von 1,11 Prozent. Darin spiegelten sich nach Einschätzung der Rabobank nicht nur die Russlandsanktionen wider, sondern vor allem das sehr schwache Wachstum und das niedrige Inflationsumfeld in der Eurozone. Anders als in der Vergangenheit sei der Renditerückgang keineswegs Ausdruck von Panik. Sollte die neuen Sanktionen negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, seien die Anleger recht optimistisch, dass dies weitere Lockerungsmaßnahmen der EZB zur Folge haben werde.

Nach Geschäftsausweis stieg die Aktie der Deutschen Bank um 0,1 Prozent. Zwar verdiente die Bank aufgrund eines negativen Steuereffekts netto überraschend wenig, operativ lief es aber besser, als im Vorfeld erwartet. Der Zinsüberschuss sei höher ausgefallen, ebenso der Vorsteuergewinn, hieß es im Handel. Auch die WGZ-Bank äußerte sich positiv zu dem Zahlenwerk. Allerdings seien die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten höher als prognostiziert ausgefallen.

Die UBS-Aktie verlor dagegen 1,8 Prozent. Die Bank konnte zwar trotz hoher Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Kosten den Gewinn steigern. Die Analysten von Sarasin bemängelten allerdings, dass die Margen in der Vermögensverwaltung enttäuschend ausgefallen seien. Trotz guter Quartalszahlen verlor die BP-Aktie 2,5 Prozent. Der britische Ölkonzern warnte, dass die Sanktionen gegen Rosneft die Beziehung zu dem russischen Partner schwächen und die strategischen Ziele in Gefahr brächten.

Für das Linde-Papier ging es nach Geschäftsausweis 1,5 Prozent nach oben. Im Handel war von leicht positiven Zahlen die Rede. "Man ist ja daran gewöhnt, dass Linde die Prognosen ziemlich genau trifft, aber die Gewinnziffern sind demgegenüber doch noch etwas besser als erhofft", sagte ein Händler. Vor allem der Gewinn je Aktie sehe gut aus. Grund seien geringer als befürchtet ausgefallene Währungsverluste. Im TecDAX stieg das Aixtron-Papier nach Zahlenvorlage um 5,5 Prozent.

Nach Präsentation schwacher Geschäftszahlen verlor die Renault-Aktie 4,6. Hohe betriebliche Aufwendungen im Automobilgeschäft hätten den Gewinn "aufgefressen", hieß es im Handel. Michelin profitierten laut Händlern von der Bestätigung des Ausblicks für 2014. "Trotz eines eher durchwachsenen zweiten Quartals hat Michelin alle Ziele für dieses Jahr bekräftigt." Das sorgte für Erleichterung und hatte Kursgewinne von 1,8 Prozent zur Folge.

Für Aufschläge im Immobiliensektor sorgte die Milliarden-Übernahme der niederländischen Corio durch Klepierre. Im Gefolge stiegen LEG-Aktien um 1,7 Prozent oder TAG-Titel um 1,3 Prozent.

Am Devisenmarkt rutschte der Euro nach einem starken Verbrauchervertrauen aus den USA auf ein neues Jahrestief von 1,3406 Dollar. Mit 90,9 Punkten blieb der Index im Juli deutlich über den Erwartungen und stieg zugleich auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. Insbesondere der Anstieg der Erwartungskomponente stützte den Gesamtindex. Die Daten unterstrichen den Eindruck einer sich bessernden US-Wirtschaft im zweiten Quartal.

Europäische Schlussstände von Dienstag, den 29. Juli 2014:

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Index                      Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
stand                                    absolut         in %          seit 
                                                               Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50              3.190,54       +18,99         +0,6%        +2,6% 
Stoxx-50                   3.033,30        +8,10         +0,3%        +3,9% 
Stoxx-600                    342,27        +0,93         +0,3%        +4,3% 
XETRA-DAX                  9.653,63       +55,46         +0,6%        +1,1% 
FTSE-100 London            6.807,75       +19,68         +0,3%        +0,9% 
CAC-40 Paris               4.365,58       +20,81         +0,5%        +1,6% 
AEX Amsterdam                407,31        +2,63         +0,6%        +1,4% 
ATHEX-20 Athen               384,20        -6,10         -1,6%        -0,2% 
BEL-20 Bruessel            3.155,16        -7,40         -0,2%        +7,9% 
BUX Budapest              17.865,46       -38,49         -0,2%        -3,8% 
OMXH-25 Helsinki           2.973,65        +0,64         +0,0%        +4,9% 
ISE NAT. 30 Istanbul     103.953,38      +523,58         +0,5%       +26,1% 
OMXC-20 Kopenhagen           743,09        +3,57         +0,5%       +20,7% 
PSI 20 Lissabon            6.468,40       -83,67         -1,3%        -2,7% 
IBEX-35 Madrid            10.901,20       +21,40         +0,2%        +9,9% 
FTSE-MIB Mailand          21.085,12      +146,04         +0,7%       +11,2% 
RTS Moskau                 1.207,29        -1,54         -0,1%       -16,3% 
OBX Oslo                     566,04        +2,75         +0,5%       +12,4% 
PX Prag                      961,51        +3,68         +0,4%        -2,8% 
OMXS-30 Stockholm          1.397,89        -2,99         -0,2%        +4,9% 
WIG-20 Warschau            2.390,99        -8,94         -0,4%        -0,4% 
ATX Wien                   2.345,10        -0,84         -0,0%        -7,9% 
SMI Zuerich                8.532,11        +2,02         +0,0%        +4,0% 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Di, 8.32 Uhr  Mo, 18.01 Uhr 
EUR/USD   1,3412  -0,16%        1,3434         1,3440 
EUR/JPY   136,97  -0,01%        136,99         136,85 
EUR/CHF   1,2159   0,06%        1,2151         1,2145 
USD/JPY   102,14   0,16%        101,98         101,84 
GBP/USD   1,6939  -0,22%        1,6976         1,6992 
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

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July 29, 2014 12:31 ET (16:31 GMT)