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17.09.2014 17:02, Dow Jones

MÄRKTE USA/Gespannte Ruhe vor Aussagen der US-Notenbank

Von Ralf Zerback

Bis zu den mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank dürfte an der Wall Street am Mittwoch Zurückhaltung herrschen. Weltweit erhoffen sich die Investoren Hinweise, wann die erste Zinserhöhung in den USA kommt. Überwiegend wird ein solcher Schritt zwar erst im Sommer 2015 erwartet, doch die Investoren werden genau auf etwaige Signale achten, ob womöglich doch schon früher mit einer Anhebung gerechnet werden muss. "Bis zu den Fed-Aussagen werden sich die Teilnehmer an der Seitenlinie halten", erwartet Analyst Joao Monteiro von Valutrades.

Bis zu den mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank dürfte an der Wall Street am Mittwoch Zurückhaltung herrschen. Weltweit erhoffen sich die Investoren Hinweise, wann die erste Zinserhöhung in den USA kommt. Überwiegend wird ein solcher Schritt zwar erst im Sommer 2015 erwartet, doch die Investoren werden genau auf etwaige Signale achten, ob womöglich doch schon früher mit einer Anhebung gerechnet werden muss. "Bis zu den Fed-Aussagen werden sich die Teilnehmer an der Seitenlinie halten", erwartet Analyst Joao Monteiro von Valutrades.

Die Indizes notieren leicht über den Schlussständen des Vortages. Am Vortag war es mit der Spekulation aufwärts gegangen, dass die Fed noch über längere Zeit ihren lockeren Kurs beibehält. Für den Dow-Jones-Index, den S&P-500 sowie den Nasdaq-Composite geht es um jeweils 0,1 Prozent nach oben. Der Dow-Jones-Index notiert bei 17.154 Punkten. Im frühen Geschäft hat er bei 17.173 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht.

Überraschend niedrige Inflationsdaten aus den USA sorgten kurzzeitig für einen leicht nachgebenden US-Dollar. Aktuell steht der Euro kaum verändert bei 1,2964 Dollar. Die Renditen der US-Staatsanleihen geben leicht nach. Die US-Verbraucherpreise sind im August gegenüber dem Vormonat erstmals seit April 2013 gesunken. Hier wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent vermeldet, während die Ökonomen mit stagnierenden Preisen gerechnet hatten.

"Der Inflationsdruck bleibt begrenzt, auch aus Sicht der Fed", sagt ein Händler. Mit Blick auf die Höhe der Leitzinsen gebe stattdessen nach wie vor der US-Arbeitsmarkt die Richtung vor. Für die Rendite der zehnjährigen Papiere geht es um zwei Basispunkte auf 2,57 Prozent nach unten. Der Dollar kann sich von seinem kurzen "Schreck" erholen. Der Euro notiert mit 1,2962 Dollar wieder auf dem Niveau des Vortages, nachdem er nach der Veröffentlichung der Daten bis auf 1,2981 Dollar geklettert war.

Bei den Einzelwerten stehen die Aktien von Adobe unter Abgabedruck, nachdem das Unternehmen mit seinem Umsatz im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen ganz knapp verfehlt hatte. Dass der bereinigte Gewinn den Analystenkonsens übertraf, fällt kaum ins Gewicht. Die Aktie verliert 4,6 Prozent.

Positiv kommt dagegen der Strategiewechsel von U.S. Steel an. Der Konzern wird unter anderem sein verlustreiches Kanada-Geschäft aus der Bilanz nehmen. In der Folge soll das Ergebnis im dritten Quartal deutlich über der aktuellen Konsensschätzung liegen. Die Aktie schießt 8,4 Prozent in die Höhe.

Im Fokus stehen auch DuPont. Der Investor Trian Fund Management kämpft offen für eine Aufspaltung des Chemieunternehmens. Das DuPont-Management hatte zuvor Trian und seinen Vorschlägen zum Konzernumbau wiederholt im Stillen einen Korb gegeben. Nun sucht der Investor öffentlich nach Mitstreitern. Für die Aktie geht um 4,2 Prozent nach oben.

Der Ölpreis kommt nach seinem deutlichen Vortagesgewinn und mit neuen Lagerbestandsdaten zurück. Die wöchentlichen Rohölbestände in den USA sind deutlich gestiegen, was die Nachfragesorgen wieder befeuert. Eine Senkung der Fördergrenze durch die OPEC scheint indes unwahrscheinlich. Nach Aussage von Delegierten sind eine Kürzung durch einzelne Mitgliedsländer oder aber ein gemeinsamer Schritt des Förderkartells nicht zu erwarten. Am Vortag hatten Spekulationen um eine mögliche Kürzung um 500.000 Barrel dem Ölpreis der Sorte WTI noch den höchsten Tagesgewinn seit Mitte Juli beschert. Aktuell müssen für einen Barrel 93,94 Dollar gezahlt werden, nach 94,88 Dollar am Vortag.

Der Goldpreis legt leicht zu. Mit 1.236 Dollar notiert er einen Dollar über dem Niveau des späten US-Handels am Vortag.

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INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          17.153,73   0,13    21,76 
S&P-500        2.000,79   0,09     1,81 
Nasdaq-Comp.   4.555,67   0,06     2,92 
Nasdaq-100     4.062,78  -0,11    -4,49 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Mi, 10.17 Uhr  Di, 17.14 Uhr 
EUR/USD   1,2964  -0,02%         1,2967         1,2941 
EUR/JPY   139,14   0,08%         139,02         138,71 
EUR/CHF   1,2111   0,04%         1,2106         1,2089 
USD/JPY   107,32   0,08%         107,24         107,18 
GBP/USD   1,6334   0,04%         1,6328         1,6212 
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Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

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September 17, 2014 11:02 ET (15:02 GMT)