30.08.2015 12:53, Dow Jones

Flüchtlingsansturm an ungarischer Grenze hält unvermindert an

BUDAPEST (AFP)--Trotz der neuen Stacheldrahtbarriere an der ungarischen Grenze kommen weiterhin tausende Flüchtlinge aus Serbien in das Land. Allein am Samstag seien 2.700 Flüchtlinge über die Grenze gekommen, teilte die ungarische Polizei am Sonntag mit. Die Lage sei in der Nacht und auch am Sonntag ruhig geblieben.

In Budapest campierten derweil mehrere hundert Flüchtlinge - überwiegend Syrer - am Bahnhof Keleti. Sie warteten dort darauf, nach Deutschland ausreisen zu können. Die ungarischen Behörden wollen sie aber nur in Züge Richtung der Flüchtlingscamps von Debrecen oder Bicske steigen lassen. "Wir wollen weg!" oder "Deutschland!" stand auf mehreren Schildern, die Flüchtlinge hochhielten.

Die ungarische Regierung hatte am Samstag die Fertigstellung einer vorläufigen Stacheldrahtbarriere an der Grenze zu Serbien gemeldet, die Flüchtlinge von der illegalen Einreise in das Land abhalten soll. Die aus Zaun und Stacheldrahtrollen bestehende Sperranlage verläuft vollständig entlang der 175 Kilometer langen Grenze.

DJG/apo

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August 30, 2015 06:53 ET (10:53 GMT)