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01.09.2014 09:11, Dow Jones

Bau von finnischem Reaktor durch Siemens/Areva verzögert sich weiter

Von Juhana Rossi

Siemens muss beim Bau eines Atomreaktors in Finnland erneut einen Rückschlag hinnehmen. Der französische Nuklearkonzern Areva erklärte, der Reaktor werde voraussichtlich erst im Jahr 2018 in Betrieb gehen - und damit fast ein Jahrzehnt später als ursprünglich geplant. Fertiggestellt werden soll der Reaktor nach aktuellen Schätzungen bis Mitte 2016. Areva ist Siemens' Konsortialpartner bei dem finnischen Bauprojekt.

Siemens muss beim Bau eines Atomreaktors in Finnland erneut einen Rückschlag hinnehmen. Der französische Nuklearkonzern Areva erklärte, der Reaktor werde voraussichtlich erst im Jahr 2018 in Betrieb gehen - und damit fast ein Jahrzehnt später als ursprünglich geplant. Fertiggestellt werden soll der Reaktor nach aktuellen Schätzungen bis Mitte 2016. Areva ist Siemens' Konsortialpartner bei dem finnischen Bauprojekt.

An dem Atomreaktor Olkiluoto 3 wird mittlerweile seit dem Jahr 2005 gebaut. Auftraggeber ist der finnische Versorger Teollisuuden Voima Oyj (TVO). Die Inbetriebnahme war ursprünglich für 2009 geplant. Seit Baubeginn ist es jedoch immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Die Kosten sind entsprechend aus dem Ruder gelaufen, weswegen Siemens und Areva mit dem Auftraggeber im Clinch liegen.

Mittlerweile fordert das Konsortium aus Areva und Siemens von der Betreibergesellschaft TVO 2,6 Milliarden Euro Schadenersatz. Umgekehrt macht TVO wegen der Verzögerungen bei der Fertigstellung eine Schadenersatzforderung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro gegen das Konsortium geltend.

Ursprünglich hätte der Bau von Olkiluoto 3 etwas mehr als 3 Milliarden Euro kosten sollen. Nach letzten Schätzungen von Ende 2012 dürften sich die Baukosten für den Reaktor jedoch auf fast 8,5 Milliarden Euro belaufen.

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September 01, 2014 03:11 ET (07:11 GMT)