19.04.2015 21:14, Dow Jones

Finnlands Regierungschef Stubb gesteht Wahlniederlage ein

HELSINKI (AFP)--In Finnland hat der konservative Regierungschef Alexander Stubb seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. Die Opposition habe den Sieg errungen, erklärte Stubb am Sonntagabend im finnischen Fernsehen. Nach den vorliegenden Teilergebnissen ging die oppositionelle Zentrumspartei als stärkste Kraft aus der Wahl hervor; deren Spitzenkandidat Juha Sipilä dürfte künftig das Amt des Ministerpräsidenten bekleiden.

"Ich erkenne an, dass das Zentrum gewonnen hat - Glückwunsch", sagte Stubb anderthalb Stunden nach Schließung der Wahllokale im Fernsehsender Yle. Nach den Prognosen des Senders dürfte die Zentrumspartei künftig über 47 der 200 Parlamentssitze in Helsinki verfügen. Die bisher mitregierenden Sozialdemokraten kommen demnach auf 38 Sitze, Stubbs konservative Partei Nationale Koalition erhält 37 Mandate. Die rechtspopulistischen Wahren Finnen kommen demnach auf 33 Mandate.

Das von Stubb geführte Vier-Parteien-Bündnis stand wegen der Wirtschaftskrise in der Kritik. Die Arbeitslosenquote liegt in Finnland derzeit bei 9,2 Prozent - die höchste Rate seit 2003. Sipilä versprach im Wahlkampf einen wirtschaftlichen Aufschwung. Stubb hatte die Regierungsgeschäfte erst im vergangenen Juni übernommen, als der bisherige Ministerpräsident Jyrki Katainen in die EU-Kommission nach Brüssel wechselte.

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April 19, 2015 15:14 ET (19:14 GMT)