10.02.2018
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Goldpreis korrigiert vorangegangenen Kursanstieg

Der abgebildete Wochenchart des in New York gehandelten Gold-Futures zeigt die Kursentwicklung seit Oktober 2016. Jede abgebildete Kerze (Candlestick) stellt die Kursbewegung einer Woche dar, bei einem aktuellen Kurs von $1.318,1.

Aus Sicht des Wochencharts liegt beim Gold-Future eine große Seitwärtsbewegung vor, die sich über die letzten zwei Jahre erstreckt. Der Goldpreis ist in dieser Zeit zwischen $1.045 (Tief von Dezember 2015) und $1.377 (Hoch aus dem Juli 2016) gependelt.



Wochen-Kurskerze entwickelt Abwärtskerze
Nachdem vor zwei Wochen das Vorjahreshoch bei $1.362,4 nur ganz knapp überschritten werden konnte, entwickelte sich in den vergangenen zwei Wochen eine Abwärtsbewegung, womit der vorangegangene Anstieg korrigiert wird. Die Kurskerze der vergangenen Woche hat sich als kräftige Abwärtskerze entwickelt. Diese Korrektur ist möglicherweise noch nicht abgeschlossen und könnte sich noch bis zur 50 % Fibo-Korrektur bei $1.302 fortsetzen.

Aus Sicht des Wochencharts liegt weiterhin ein definierter Aufwärtstrend vor.

Goldpreis notiert über 20- und 50 Wochen GD
Derr Goldpreis notiert über der horizontal verlaufenden blauen Linie des 20-Wochen Gleitenden Durchschnitt (GD) und auch über dem wieder steigenden 50-Wochen-GD (grüne Linie).

Der sehr langfristig angelegte 200 Wochen GD bewegt sich seitwärts und notiert aktuell bei $1.233,4 (braue Linie im Chart).

Aus Sicht dieser Trendindikatoren liegt ein positives Chartbild vor und tendenziell weiter steigende Kurse sind wahrscheinlich.

Goldpreis bewegt sich im Trendkanal
Die mittelfristige Aufwärtstrendlinie (grün) verbindet die Tiefs von November 2016 und Juli 2017 und dient gleichzeitig als untere Linie eines aufwärtsgerichteten Trendkanals, wie man im Chart sehen kann. ​

Nach einem Fehlausbruch (Bärenfalle) in den ersten zwei Dezemberwochen konnte der Goldpreis in der dritten Dezemberwoche wieder in den Trendkanal zurückkehren und bewegt sich darin aufwärts, was positiv zu werten ist.

Goldpreis notiert über langfristiger Abwärtstrendlinie
Der nächste Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung anhand des Monatschart mit logarithmischer Skalierung.

Wie man sehen kann, wurde die langfristige Abwärtstrendlinie (rote Trendlinie) im September 2017 kurz überschritten. Allerdings konnte der Goldpreis auf Monatsschlußkursbasis nicht über der Abwärtstrendlinie schließen.

Im Oktober und November bewegte dich der Goldpreis seitwärts unter sehr geringer Volatilität. Die Kursentwicklung im Dezember zeigte dann eine Umkehrkerze, ein positives Signal, was weiter steigende Kurse anzeigen könnte.

Im Januar 2018 bewegte sich der Gold-Future nun deutlich über der langfristigen roten Abwärtstrendlinie und erreichte das Vorjahreshoch .

Die bisherige Entwicklung im Februar 2018 stellt sich bislang als Innenkerze dar.



20-Monate- und 50-Monate Gleitende GDs bieten Unterstützung
Im abgebildeten Monatschart sind die 20-Monate (blaue Linie) -und 50-Monate (grüne Linie) Gleitenden Durchschnitte (GD) eingezeichnet. Wie man sehen kann, befinden sich das Oktober- und Novembertief im Bereich dieser wichtigen und viel beachteten Gleitenden Durchschnitte und der Goldpreis konnte dort Stützung finden.

Die Dezemberkerze hat wieder deutlich über den leicht steigenden Gleitenden Durchschnitte der letzten 20- und 50-Monate geschlossen, was positiv zu werden ist. Auch die Kursentwicklung der Januarkerze ist positiv zu werten, wobei hier das Vorjahreshoch erreicht wurde.

Fazit unserer Chartanalyse:
Der abgebildete Wochenchart und auch der Monatschart können als positiv eingeschätzt werden.

Möglicherweise liegt weiteres Aufwärtspotential für den Goldpreis vor, welches zunächst bis zum Hoch des Jahres 2016 bei 1.377,5 führen könnte.

Nach einem siebenwöchigen Kursanstieg sind die Gewinnmitnahmen der vergangenen zwei Wochen eine normale und erwartete Entwicklung.

Kurzfristig könnten wir noch etwas schwächere Kursen sehen, bevor sich der längerfristige Anstieg wieder fortsetzen sollte. Selbst Korrekturpotential bis $1.300 würde das längerfristige positive Chartbild nicht neutralisieren.

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Kagels

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