Diese Webseite verwendet Cookies, um ihre Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet.
14.11.2017
Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Britisches Pfund: Jetzt wird es Ernst – Kurseinbruch wegen hartem Brexit?

Unsicherheit hat seit dem Brexit-Votum die Kursentwicklung beim Britischen Pfund bestimmt – und das wird voraussichtlich auch so bleiben. Zwar hat die Bank of England am 2. November den Leitzins auf 0,50 Prozent angehoben und damit die „Not-Zinssenkung“ vom August 2016 rückgängig gemacht, von Normalität ist das aber weit entfernt. Denn angesichts einer Inflationsrate von 3,0 Prozent wäre eigentlich ein höheres Zinsniveau dringend geboten. Doch die Notenbanker stellen für die nächsten drei Jahre nur zwei Zinsanhebungen in Aussicht. Und die auch nur, wenn sich der Brexit nicht deutlich negativ auf die Konjunktur auswirkt.

Die Konjunktur erscheint besser als sie ist
Das war bislang kaum der Fall, die Konjunktur zeigte sich überraschend robust. Inzwischen werden aber immer mehr Bremsspuren sichtbar, so fielen z.B. die Einzelhandelsumsätze im September so stark wie seit 2008 nicht mehr, die Autoverkäufe gaben um 12,2 Prozent nach und am Immobilienmarkt fallen die Preise. Das sich damit ein starker Abschwung abzeichnet, ist aber nicht gesagt. Denn zum einen legte das BIP im 3. Quartal mit 0,4 Prozent stärker zu als erwartet, zum anderen befindet sich die Arbeitslosenquote auf einem Rekordtief. Das ist aber trügerisch, denn die meisten neu geschaffenen Jobs sind schlecht bezahlt. Trotz der guten Beschäftigungslage steigen die Löhne kaum und halten nicht mit der Inflation Schritt – real bleibt den Menschen also weniger in der Tasche. Kurzfristig entscheidender für die Entwicklung des Pfunds sind aber die Brexit-Verhandlungen. Die EU-Kommission hat der britischen Verhandlungsdelegation ein Ultimatum gesetzt: In zwei Wochen soll ein konkretes Angebot vorgelegt werden, wie viel London für die laufenden Verpflichtungen zu zahlen bereit ist.

GBP/USD vor Bruch einer wichtigen Unterstützung?
Das Pfund hat sich seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar deutlich erholt. Das war zum einen auf die Schwäche des Dollars und zum anderen auf eine Stabilisierung des Pfunds zurückzuführen. GBP/USD ist dabei bis zur seit Mitte 2015 bestehenden Abwärtstrendlinie im Bereich von 1,3600 USD gestiegen. Dort ist der Wechselkurs aber Mitte September gescheitert. Sollte GBP/USD unter den kurzfristigen Support bei 1,3040 USD fallen, dann droht ein weiterer Rückgang bis auf 1,2800 USD. Sollte es zu einer Abwärtsspirale kommen, dann läge das nächste Ziel bei 1,2500 USD.

Fazit
Wenn die jüngsten Brexit-Verhandlungsrunde wieder keine Fortschritte bringen, dann droht dem Pfund ein Kurssturz. Denn bisher geht man am Devisenmarkt davon aus, dass irgendeine Art von Deal zustande kommt. Wird aber das „No-Deal-Szenario“ eingepreist, dann steigt die Unsicherheit weiter. Doch auch das Gegenteil ist möglich: Sollte sich London doch bewegen, dann würde die britische Währung davon profitieren. Die Volatilität beim Pfund bleibt in jedem Fall hoch, Trader sollten vorsichtig agieren.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

Ihre
Devisen-Trader Redaktion
http://www.devisen-trader.de

Der Devisen-Trader ist Deutschlands großer Devisen-Börsenbrief und liefert konkrete Empfehlungen für Optionsscheine, Hebelzertifikate und Forex-Trades.
Jetzt TESTEN: http://www.devisen-trader.de/abo.html

Erklärung nach § 34b Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)

Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person nicht im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten nicht an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Es besteht kein Interessenskonflikt.

Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

Hinsichtlich der Weiterleitung der Analysten-Meinungen unterliegt die Tradesignal GmbH der Aufsicht der BaFin. Alle Analysen sowie die mit den verfügbaren Darstellungs- und Analysewerkzeugen erstellten und angezeigten Ergebnisse dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigungen, Bearbeitungen sowie sonstige unberechtigte Nutzungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt.