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17.03.2017
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Schwacher Dollar schiebt Edelmetalle an!

Gold und Silber konnten nach dem US-Zinsentscheid deutliche Kursgewinne verbuchen und somit übergeordnete Unterstützungsbereiche verteidigen. Trotz der vollzogenen Zinsanhebung des FED auf eine Spanne von 0,75 Prozent bis 1,00 Prozent konnte der US-Dollar nicht zulegen. Vielmehr kam dieser, am gestrigen Handelstag, stärker unter Druck, wovon auch die Edelmetalle profitieren konnten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Anleger im Vorfeld wohl einen aggressiveren Ausblick des FED erwartet hatten. Die amerikanische Zentralbank hielt sich aber an ihren bisherigen Plan, weshalb der Greenback etwas stärker unter Druck geriet.

Marktsituation Gold – 17. März 2017

Dies überwog auch den Wahlsieg des amtierenden niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte. Der Rechtspopulist Geert Wilders blieb stark hinter den Erwartungen zurück. Das Wahlergebnis in den Niederlanden ist als positives Signal für Europa zu werten. Damit wird auch der Gegenwind für andere populistische Parteien wie die französische Front Nacional oder die AfD in Deutschland größer.
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Für das gelbe Edelmetall ist der niederländische Wahlausgang tendenziell eher negativ zu sehen. Hier überwog allerdings der schwächere US-Dollar, sodass Gold sich in den letzten Handelsstunden wieder deutlich über die 1.200 Punkte Marke kämpfen konnte.
Dabei konnte auch der übergeordnete Unterstützungsbereich bei 1.180,- USD je Feinunze verteidigt werden. Hier befindet sich das letzte Korrekturtief des seit Dezember 2016 bestehenden Aufwärtstrends. Durch die Verteidigung des Unterstützungsbereiches bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend weiterhin intakt. Um diesen aufrecht zu erhalten müsste Gold in den kommenden Handelstagen allerdings das Hoch vom 27. Februar bei 1.263,- USD ins Visier nehmen und dieses auch bullish triggern. Damit ginge auch ein bullisher Bruch der langfristigen Abwärtstrendlinie (schwarz gestrichelt) einher.
Als weiterer Widerstand fungiert die 200er-EMA (blau gestrichelt), die derzeit bei rund 1.237,- USD notiert und sich knapp unterhalb des Widerstands bei 1.240,- USD befindet. Sofern es Gold gelingt diese beiden technischen Widerstände zu egalisieren, wäre der Weg bis an das o.a. Februarhoch frei.

Unterstützungen und Widerstände Gold:

Unterstützungen Widerstände
1.216,- USD 1.237,- USD
1.210,- USD 1.240,- USD
1.196,- USD 1.245,- USD
1.194,- USD 1.256,- USD
1.180,- USD 1.263,- USD

Marktsituation Silber – 17. März 2017

Silber konnte die übergeordnete Abwärtstrendlinie am Mittwoch für eine neue bullishe Impulsbewegung nutzen und dabei auch die Marke um 17,- USD je Feinunze wieder zurückerobern. Das gestrige Tageshoch bei 17,55 USD konnte Silber allerdings nicht nachhaltig verteidigen, weshalb Silber weiter unter den wichtigen Durchschnittslinien notiert. Die 50er-EMA, 100er-EMA und die 200er-EMA notieren derzeit zwischen 17,37 USD und 17,42 USD und bilden eine sog. Clusterzone, in welcher mehrere technische Widerstände zusammenkommen.
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Erst wenn es Silber erneut gelingt diesen wichtigen technischen Widerstand bullish zu triggern, wäre der Weg für weitere Kursanstiege frei. Bis dahin müssen Anleger ein gewisses Rückschlagspotenzial einkalkulieren. Unterhalb von 16,62 USD dürfte sich die bullishe Impulsbewegung der letzten beiden Tage lediglich als Strohfeuer herausstellen und weitere Abgaben folgen. In diesem Fall müssten Anleger einen Rücklauf bis an die übergeordnete Unterstützung bei 15,62 USD in ihren Handelsplan aufnehmen.

Unterstützungen und Widerstände Silber:

Unterstützungen Widerstände
17,22 USD 17,37 USD
17,00 USD 17,42 USD
16,80 USD 17,55 USD
16,62 USD 17,75 USD
16,15 USD 17,95 USD

Gold/ Silber Ratio:

Das Gold/Silber Ratio liegt anhand der derzeitigen Kursniveaus bei 70,95 und konnte in der vergangenen Handelswoche erneut zulegen (70,65 zuvor). Anhand des Gold/Silber Ratios liegt aber weiterhin eine Überbewertung zu Gunsten von Gold vor, da das Gold/Silber Ratio weiterhin über dem historischen Durchschnittswert notiert. Im Durchschnitt lag die Ratio in den vergangenen 60 Jahren bei 57,6 mit einer Standardabweichung von 17,3. Am 01. März des letzten Jahres notierte die Ratio noch bei 83 Punkten und damit 3 Punkte über dem historischen Wendepunkt von 80. Aufgrund des Gold/Silber Ratios besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die relative Stärke von Silber aus den vergangenen Wochen beibehalten wird. Seit Jahresbeginn ist die Überbewertung zu Gunsten von Gold bereits stark abgebaut worden. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung des derzeit vorherrschenden Trends höher einzustufen als eine zeitnahe Trendwende und eine erhöhte Nachfrage bei Gold. Die kommenden politischen Entscheidungen in Europa haben allerdings durchaus das Potenzial das Blatt zu Gunsten von Gold zu wenden, da Gold als sicherer Hafen in der Regel noch stärker gefragt ist als Silber. Dies sollte in den kommenden Wochen und Monaten berücksichtigt werden.
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Ausblick für Gold:

Im Stundenchart wird bei Gold nochmals der Abwärtstrendkanal der letzten Handelstage deutlich. Dieser Trendkanal wurde im Zuge der bullishen Bewegung nach dem Zinsentscheid des FED bullish ausgehebelt. Ein erstes Anzeichen hierfür bot der originäre Ausbruch aus dem Trendkanal und die anschließende Pullbackbewegung an die obere Kanallinie. Dabei bildet Gold auch ein temporäres höheres Hoch aus (vgl. grüne Rechtecke).
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Die 200er-EMA (blau gestrichelt) fungiert derzeit als übergeordneter technischer Widerstand. Bevor dieser durchbrochen werden kann scheint ein Rücklauf an vorangegangene Widerstände nicht unwahrscheinlich. Hierbei sind insbesondere die 50er-EMA bei 1.216,- USD und das Tageshoch vom 13. März bei 1.210,- USD zu nennen. Darunter würde auch die Unterstützungsmarke bei 1.205,- USD nochmals temporär die Möglichkeit zur Stabilisierung bieten.

Platin und Palladium:

Platin konnte sich zunächst im Bereich des Vorwochentiefs bei 930,- USD stabilisieren und diese Marke als Fundament für die am Mittwoch einsetzende bullishe Impulsbewegung nutzen. Von dort gelang Platin am Mittwoch und dem gestrigen Handelstag ein Anstieg bis auf 972,- USD. Allerdings konnte auch Platin das gestrige Tageshoch nicht verteidigen und fiel von der 50er-EMA aus zurück auf rund 960,- USD.
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Der mittel- und langfristige Ausblick bleibt für Platin daher nicht unbedingt positiv. Erst wenn es Platin gelingen würde das Februarhoch bei 1.044,- USD zurückzuerobern, würde sich der technische Ausblick wieder verbessern. Bis dahin bleibt Anlegern hier ein erhöhtes Rückschlagsrisiko erhalten. Dieses besteht insbesondere an den technischen Widerständen bei 975,- USD, 987,- USD und 996,- USD.
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Palladium konnte sich von seinem Tief bei 740,- USD am Mittwoch und Donnerstag ebenfalls deutlich erholen und stieg zwischenzeitlich sogar über die mittelfristige Abwärtstrendlinie (schwarz). Den Widerstandsbereich beginnend bei 775,- USD konnte Palladium allerdings nicht nachhaltig überwinden. Hier befindet sich zugleich das Vortageshoch und damit der erste technische Widerstand für das Industriemetall.

Erst wenn diese Marke bullish gestriggert werden kann, wäre aus technischer Sicht der Weg bis auf 788,- USD und 795,- USD frei. Bei 795,- USD befindet sich das Hoch vom 16. Februar. Das aktuelle Jahreshoch liegt bei 796,- USD und befindet sich nur knapp darüber.

Sollte Palladium wieder unter die 20er-EMA (grün gestrichelt) rutschen, dürfte im Anschluss die 50er-EMA bei derzeit 755,- USD ins Visier genommen werden. Hier besteht dann erneut die Chance auf eine Stabilisierung und eine erneute bullishe Impulsbewegung. Kann diese Marke nicht verteidigt werden droht ein Rücklauf an das Tief vom 14. März bei 740,- USD.

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