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15.02.2017
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US-Dollar: Zeigen China und Japan Donald Trump, wo der Hammer hängt?

Der US-Dollar war kurz nach der Wahl von Donald Trump stark im Aufwind. Der die Kursentwicklung des Dollar gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner messende Index stieg im Dezember auf ein neues Hoch. Auch der Wechselkurs des Euro zum Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit 2002. Doch die Dollaraufwertung setzte sich anschließend nicht fort, EUR/USD erholte sich wieder. Warum?

Steigende Zinsen machen den Dollar attraktiver – oder nicht?
Wenn die Trump-Regierung ihre Pläne für große Infrastrukturinvestitionen, finanziert mit Krediten umsetzt, dann müsste die US-Notenbank doch zu mehr Zinserhöhungen gezwungen sein, um Inflation zu verhindern? Höhere Zinsen wiederum machen eine Währung für Anleger attraktiver. Aber so einfach ist die Rechnung nicht: Langfristig bedeutet Inflation genau das, was sich auch Laien darunter vorstellen, nämlich eine Entwertung der jeweiligen Währung. Entscheidend für die langfristige Attraktivität einer Währung ist der Realzins und der steigt nur, wenn auch das Wachstum nachhaltig zunimmt. Ob dies in den USA so kommt, ist derzeit ungewiss, wie alles in Zusammenhang mit der Trump-Regierung.

Ausländische Anleger verkaufen US-Staatsanleihen
Kurzfristig drückt aber ein ganz anderer Effekt die Nachfrage nach Dollar: Japan hat als größter Gläubiger der USA im Dezember in so großem Umfang US-Staatsanleihen (T-Bonds) verkauft wie seit 2013 nicht mehr. Und China, der zweitgrößte Gläubiger, hat seine Bestände an US-Staatsanleihen bereits auf den tiefsten Stand seit 7 Jahren reduziert. Wollen die beiden Nationen dem polternden Donald Trump zeigen, wo der Hammer hängt? Wohl nicht. Dahinter stecken rein ökonomische Entscheidungen. Wenn die Zinsen steigen, dann fallen die Anleihekurse. Da scheint es klug, Anleihen zu verkaufen. Aber auch die Unsicherheit spielt eine Rolle: Die großen Pensionsfonds z.B. in Japan sichern Wechselkursrisiken ab. Die Kosten dafür sind zuletzt stark gestiegen, was US-Anleihen zusätzlich unattraktiv macht.
Die Verkäufe von T-Bonds durch ausländische Investoren werden daher auch in nächster Zeit den Aufwertungsdruck auf den Dollar zumindest bremsen.

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